Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V.

Der Verein – Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung

Die Gründerin des Büros zur Umsetzung von Gleichbehandlung, Vera Egenberger hatte zuvor in Brüssel gearbeitet und an der Erstellung der Gleichbehandlungsrichtlinien der EU mitgewirkt. Um die Umsetzung der Richtlinien in Deutschland voranzutreiben und die Rechte der von Diskriminierung Betroffenen zu stärken, gründete Sie das Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung, das strategisch wichtige Prozesse führt, um die Rechte von Diskriminierungsopfern in Deutschland zu stärken.

Die Vision – Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung

Das Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung (BUG) verfolgt die Vision einer deutschen Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Chancen in allen Bereichen des Lebens haben – unabhängig von

  • Geschlecht,
  • Alter,
  • Herkunft,
  • Religion,
  • sexueller Orientierung und
  • ob mit oder ohne Behinderung.

Unter dem Motto „Klagen statt Jammern“ stellt das BUG in strategisch wichtigen Fällen rechtliche Hilfe zur Verfügung. Durch das Führen von Prozessen und Gerichtsverfahren werden die Rechtsgrundlagen der Antidiskriminierungsgesetze in Deutschland präziser ausgelegt, sodass eine bessere Rechtssicherheit für Minderheiten entsteht.

Mit gezielter Lobbyarbeit sowie Informations- und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich das BUG dafür ein, damit die durch Präzedenzfälle gebildeten Rechtsgrundsätze den Weg in die Öffentlichkeit finden.

Um die ehrenamtliche Arbeit uneingeschränkt und ausschließlich der Umsetzung von Gleichbehandlung widmen zu können, ist es notwendig, dass das BUG komplett unabhängig von jeglichen staatlichen Institutionen und von politischen Parteien, Stiftungen und Tendenzbetrieben agiert.

Die Tätigkeitsfelder – Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung

Indem das BUG gezielt spezifische Diskriminierungsfälle unterstützt, die auch von vielen anderen Menschen erlebt werden, wird eine Klärung der Rechtsgrundlage auf dem Gebiet des gesetzlichen Diskriminierungsschutzes erzielt. Gleichzeitig sollen die breite Öffentlichkeit und insbesondere Betroffene über ihre Rechte und rechtlichen Möglichkeiten aufgeklärt werden.

So setzt das BUG sich unter anderem für eine Novellierung des AGGs und gegen Diskriminierung beim Zugang zu Wohnraum ein.

Unternehmen und Verwaltungen will das BUG für das Thema Nichtdiskriminierung sensibilisieren und dazu anregen, notwendige Maßnahmen zu ergreifen, um in ihren Strukturen Gleichbehandlung umfassend umzusetzen und Diskriminierung so zu vermeiden.

Die Erfolge – Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung

Das BUG konnte schon vielen Bürgern helfen, die Diskriminierung im Alltag erfahren haben. So hat es zum Beispiel die Klage einer jungen farbigen Familie begleitet, die sich gegen eine willkürliche Polizeikontrolle während der Zugfahrt von Mainz nach Bonn wehrte. Da im Rahmen des Gerichtsverfahrens festgestellt wurde, dass das einzige Kriterium für die Kontrolle die schwarze Hautfarbe der Familie gewesen ist, urteilte das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz zugunsten der Familie. Dabei entschied es somit auch, dass Polizeikontrollen, die auf die Hautfarbe der kontrollierten Person zurückzuführen sind, unvereinbar mit dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes steht.

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