Sanfte Reiseziele

 

 

 

Sanfte Reiseziele in Deutschland

Im Folgenden möchten wir euch ein paar sanfte Reiseziele in Deutschland vorstellen. Dabei werden wir uns im Wesentlichen auf die Ergebnisse des Bundeswettbewerbs für Nachhaltige Tourismusdestinationen in Deutschland beziehen. Insgesamt haben sich 27 Destinationen beworben um sich Anhand von 40 Kriterien bewerten zu lassen. Wie wir bereits in unserem Beitrag zum sanften Tourismus ausführlicher erwähnt haben, sind die drei wichtigsten Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Diese Dimensionen werden um einen managementbezogenen Bereich ergänzt. Die Teilnehmer zeigen deutliche Wege auf, wie die Bedürfnisse der Gäste, der lokalen Bevölkerung und der Natur unter einen Hut gebracht werden können. Aus diesem Grund handelt es sich bei den folgenden Destinationen um Vorbilder für die Umsetzung eines ökologisch und sozial verträglichen Tourismus in Deutschland.

 

 

 

Biosphärengebiet Schwäbische Alb – Qualität und Biodiversität

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Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb besticht durch

  • eine sehr abwechslungsreiche Landschaft,
  • unterschiedliche geologische Gegebenheiten,
  • variierende klimatische Bedingungen sowie
  • eine traditionelle Form der Landnutzung.-

Bereits im Jahre 2009 wurde dieses Gebiet von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgezeichnet. Seitdem sind über 200 nachhaltige Projekte initiiert worden. Wobei mehr als die Hälfte dieser Investitionen in den touristischen Bereich flossen. Besonders durch die Einbindung von regionalen Produktvermarktern, der Gastronomie und Hotellerie werden kreative Angebote für Besucher entwickelt und umgesetzt.

Sämtliche der über 100 Partner des Biosphärengebiets werden geprüft und zertifiziert: Die kleineren Betriebe erhalten mindestens eine Energieeffizienz- und Umweltberatung. Die großen Betriebe hingegen, müssen eine Zertifizierung im Bereich Umweltschutz aufweisen. Zusätzlich haben alle zertifizierten Hotels das europäische Umweltmanagementsystem EMAS eingeführt, das zu den strengsten regulierten in Europa gehört. Auch haben sich lokale Wirtschaften als Biosphärengastgeber zusammengeschlossen um ihre Verbundenheit zu der Kulturlandschaft zu unterstreichen. Bei diesen Gastgebern kann man albtypische Produkte wie Dinkel, Linsen, Streuobstsäfte oder Weine und Spirituosen aus der Region genießen. Im ganzen Biosphärengebiet wird viel Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Tourismusgebiets gelegt.  Deshalb wurden im letzten Jahr 31 Prädikats-Wanderwege ausgebaut, neun thematische Radtouren entwickelt und weitere Möglichkeiten geschaffen die Natur zu beobachten und zu erleben.

Es werden ausschließlich umwelt- und naturverträgliche Angebote beworben. Auch in Hinblick auf die Mobilität der Touristen legt man viel Wert auf Umweltschutz. Hierfür hat man eigens einen Biosphärenbus eingerichtet und einige Freizeitbusse mit Fahrradanhängern ausgestattet. Zusätzlich können bei größeren Veranstaltungen die Verbindungen des Öffentlichen Nahverkehrs problemlos aufgestockt werden.

Klicke hier, um mehr über das Biosphärengebiet in der Alb zu erfahren.

Biosphärenreservat Bliesgau – Saarländische Herzlichkeit und reichhaltige Natur

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Das Biosphärenreservat in Bliesgau zeichnet sich besonders

  • durch eine vielfältige Kultur- und Naturlandschaft
  • mit ausgedehnten Streuobstwiesen,
  • wertvollen Buchenwäldern und
  • einer eindrucksvollen Auenlandschaft aus.

Die Region verfolgt das Konzept zur Umsetzung eines nachhaltigen Tourismus bereits seit dem Jahre 2011. So wurde das Reservat im Jahre 2016 bei der Initiative „Green Destinations“ geprüft und in die „Top 100 Sustainable Destinations“ aufgenommen.

Da die Akteure gut miteinander vernetzt sind, können sie die Tourismusarbeit miteinander abstimmen und koordinieren. Dafür gibt es mehrere Gremien zwischen der Landesmarketingorganisation und den Naturschutzverbänden. Die verschiedenen Partnerbetriebe der Biosphäre verstehen sich als Botschafter des Reservats. Deshalb bieten sie Qualität und einen besonderen Service. Zusätzlich dazu agieren sie stets umweltfreundlich, nachhaltig und regional engagiert. Bei allen Angeboten wird darauf geachtet, dass die touristischen Sehenswürdigkeiten allen zu Verfügung stehen. Hierfür steht besonders das Projekt „Barrierefreier Tourismus im Saarland“ zu dem auch der barrierefreie Wanderweg oder das Netzwerk Hören gehören. So ermöglicht man auch Menschen mit Einschränkungen an den Angeboten teilzunehmen.

Auch hier können sich die Besucher ganz bequem ohne Auto fortbewegen. Besonders mit der SaarlandCard können Übernachtungsgäste die Region mit Bus und Bahn bereisen und 60 Attraktionen im Saarland kostenlos besuchen. Weiterhin ist die Region Mitglied der Kooperation „Fahrtziel Natur“ und ein Förderer einer umweltfreundlichen Mobilität. Zusätzlich erhielt der Biosphärenbus im Jahre 2014 die Auszeichnung des „Fahrtziel Natur Awards“.

Auch in diesem Reservat werden viele hochwertige und regionale Produkte hergestellt. Zusammen mit den Läden werden diese im Bliesgau-Einkaufsführer zusammengefasst.

Interesse geweckt? Dann klicke hier für weitere Infos.

Nordeifel – Nah dran, weit weg

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Die Region Nordeifel bietet sehr viele Attraktionen um die Natur zu erleben: Beispielsweise an Orten wie dem Mittelgebirge Eifel, dem Nationalpark Eifel oder in zwei weiteren Naturparks. Ebenfalls kommt der Besucher auch kulturell auf seine Kosten: So kann man vorallem Zeugnisse aus

  • der Steinzeit,
  • der Römerzeit,
  • dem Mittelalter und
  • der Nachkriegszeit hautnah erleben.

Auch hier hat man einiges getan um die Nordeifel als nachhaltige Tourismusregion vorranzubringen. Die touristische Infrastruktur wurde stetig weiterentwickelt. So kann sie den Wünschen und steigenden Erwartungen der Besucher nach einer besonderen Naturerfahrung besonders gerecht werden. Daraus entstanden Premium-Wanderwege wie der „Eifelsteig“ oder die barrierefreien Naturerlebnisse „Wilder Kermeter“ und der „Wilde Weg“. Weiter wurde die Region um den Nationalpark Eifel als zweiter Sternepark in Deutschland und die Gastgeber als besonders sternenfreundlich ausgezeichnet. Das heißt, dass dort Sternebeobachtungen und geführte Nachtwanderungen besonders gut unternommen werden können. Im Allgemeinen haben sich die Gastgeber besonders auf die Wünsche von Gästen eingestellt, die besonders an Attraktionen und Erlebnissen in der Dunkelheit interessiert sind.

Unter den Motto „EifelNaturReisen“ können Besucher neue, untypische Naturerlebnisse in der Region buchen. Zum Beispiel gibt es das Eifel-Trekking, bei dem die Gäste ganz exklusiv auf ausgewählten Plätzen der Natur campen können. Des Weiteren kann man bei der Attraktion „Kobolde-der-Nacht“ mit BAT-Detektor und Nachtsichtgerät das Leben von Fledermäusen, Eulen und anderen nachtaktiven Tieren erkunden.

Bereits seit der Gründung des Nationalparks Eifel existiert das Netzwerk der Nationalpark-Gastgeber. Voraussetzung zur Mitgliedschaft sind die Erfüllung verschiedener Wahl- und Pflichtkriterien zu Qualität und Nachhaltigkeit. Ähnlich sieht es bei der „Regionalmarke Eifel“ aus. Hierbei handelt es sich um einen Siegel für Produkte und Dienstleistungen die eine besonders gute Qualität aufweisen. Dabei gehören transparent nachgewiesene Qualität und Regionalität zu den wesentlichen Faktoren. Da auch Klimaschutz ein wichtiger Bestandteil des nachhaltigen Reisens ist, wurde Initiative „KlimaTour Eifel“ ins Leben gerufen. Diese präsentiert besonders klimafreundliche Betriebe und konkrete Angebotspauschalen.

Interessiert? Hier gibt es weitere Infos.

Nordseeinsel Juist – Entschleunigung pur

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Die autofreie Nordseeinsel Juist gehört zum Niedersächsischen „Nationalpark Wattenmeer“ und zum UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer. Besonders die große Artenvielfalt macht die Insel zu etwas besonderen. Fast 25% der deutschen Tiere und Pflanzen sind dort zuhause. Schon lange ist Juist auf dem Weg zu einer sanften Reiseregion.  Zu den wesentlichen Zielen, zählen das Erreichen der Klimaneutralität bis 2030 und die Positionierung als führende Region im nachhaltigen Tourismus weltweit. Und diese Ziele sind keineswegs zu hoch gegriffen. Bereits im Jahr 2015 wurde die Insel mit dem „Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Kleinstädte und Gemeinden“ ausgezeichnet. Zum Ende des letzten Jahres folgte auch die Auszeichnung zum „Nachhaltigen Reiseziel“ von der Organisation „TourCert“

Über 70% des Landes liegen im Nationalpark Wattenmeer . Um dieses Areal bestmöglich zu schützen, finden alle touristischen Aktivitäten außerhalb der Ruhe- bzw Schutzzone statt. Man führt die Besucher gezielt durch attraktive Orte wie z.B. dem „Otto-Leege-Pfad“ ohne dass die Natur negative Auswirkungen dadurch erfährt. Weiterhin werden regelmäßig Führungen zu Themen der Vogelkunde und des Watts ermöglicht.

Seitdem die Kurverwaltung umweltfreundliche Betriebe besonders besonders kennzeichnet, setzen die Tourismusbetriebe noch mehr als zuvor auf ein nachhaltiges wirtschaften. Sie

  • lassen sich Klimafußabdrücke erstellen,
  • beziehen Strom aus nachhaltigen Quellen,
  • setzen Umweltfreundliche Pläne und Maßnahmen um und
  • kaufen regionale oder fair gehandelte Produkte.

Weiterhin ließ man die Bevölkerung und die Tourismusbetriebe sich an der Konzeption eines Leitbildes für den Tourismus auf Juist beteiligen. Im Laufe dieses Jahres möchte man noch, gemeinsam mit den Anwohnern, ein Lebensraumkonzept vorstellen, das als Weiterführung des Leitbildes fungieren soll. Der besondere Schwerpunkt der Ausarbeitung liegt auf den Wünschen und Erwartungen der Einheimischen.

Da es auf Juist keine Landwirtschaft gibt, gibt es auch deshalb auch keine eigenen Produkte. Aus diesem Grund wirbt man sehr intensiv für Produkte aus der Nordseeregion bzw. setzt diese verstärkt ein.

Weitere Informationen zum sanften Reiseziel Juist findet ihr hier.

Stadt Celle – Wo die Fachwerkhäuser zuhause sind

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Direkt zwischen Hannover und Hamburg liegt die etwa 70.000 Einwohner Stadt Celle. Die Besonderheit im Stadtbild sind zweifelsohne die 480 denkmalgeschützten Fachwerkhäuser. Folglich besitzt Celle das größte zusammenhängende Fachwerksensemble Europas. Für die Besucher in der Stadt gibt es viele tolle Attraktionen zu erleben, wie z.B.

  • Museen und Galerien,
  • Theater und Kino
  • Musikfestivals und Konzerte
  • Cafes und Restaurants.

Doch das kleine Örtchen besticht auch mit tollen Landschaften. Besonders die Südheide ist ein Muss für jeden Naturliebhaber. Insgesamt gibt es über 1000 km Radwege und Landschaften zu erkunden. Schon im Jahre 2014 hat man sich mit der Konzeption eines Leitbildes dazu entschlossen sich als sanftes Reiseziel zu vermarkten. Der neue Slogan der Stadt lautet seitdem „Celle ex(Celle)nt nachhaltig“. Zu Beginn des Jahres 2017 wurde die Stadt ebenfalls mit dem Zertifikat „Nachhaltiges Reiseziel“ von der Organisation „TourCert“ ausgezeichnet. Somit haben sich die Verantwortlichen dazu bereit erklärt an dem Konzept der Nachhaltigkeit festzuhalten und dieses auszubauen.

Das Thema Nachhaltigkeit ist in Celle nicht erst seit gestern auf der Tagesordnung. Bereits im Jahre 2008 hat man ein Projekt namens „Nachhaltiges Celle – Wirtschaften für die Zukunft“ in Leben gerufen. Dabei haben sich insgesamt 21 Unternehmen und Institutionen als Partnerbetrieb „Nachhaltiges Celle“ zertifizieren lassen. Diese Zertifizierung ging mit verschiedenen Verpflichtungen im Bereich Nachhaltigkeit einher. Dafür gehören die Kooperationspartner zum geprüften nachhaltigen Angebot von Celle und werden über Tourismusorganisationen besonders beworben.

Durch das Internetportal www.celle-tourismus.de kann man schnell und ausführlich Informationen zu den nachhaltigen Reiseangeboten der Stadt finden. Weiterhin werden zusätzliche Tipps und Empfehlungen für Tourismusbetriebe und Unternehmungen in der Region angeboten. Ziel des Portals ist es die Entwicklung der Stadt im Hinblick auf eine nachhaltigere Ausrichtung zu begleiten und die Tourismusinteressierten darüber bestmöglich zu informieren.

Aufgrund der nachhaltigen Ausrichtung spielt Naturschutz natürlich auch eine zentrale Rolle. Besonders die Celle Tourismus Marketing GmbH ist in verschiedenen Ausschüssen mit Naturschützern aktiv und plant gemeinsame Aktivitäten mit diesen. So existiert zum Beispiel eine Kooperation mit dem NABU, bei der Führungen durch die an Celle angrenzende Auenlandschaft angeboten werden.

Interesse geweckt? Unter folgendem Link erfahrt ihr mehr zum sanften Reiseziel Celle.

Sächsische Schweiz – Nachhaltig mobil

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Nur wenige Kilometer von der sächsischen Hauptstadt Dresden entfernt befindet sich die sächsische Schweiz. Das 700 km² große Areal hat viele tolle Landschaften für den Besucher zu bieten, wobei ein Viertel zum geschützten Nationalpark Sächsische Schweiz gehört. So gibt es etwa

  • Tafelberge,
  • Hochflächen,
  • Felsenriffe,
  • Felsnadeln,
  • Schluchten,
  • Wäldern sowie
  • das Elbtal zu entdecken.

Das Thema Nachhaltigkeit ist zentraler Bestandteil des Tourismusleitbildes. Ferner wurde in diesem Jahr eine touristische Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet. Dabei liegt der Schwerpunkt besonders bei der Gewährleistung einer nachhaltigen Mobilität.

Bereits seit dem Jahre 2003 ist die sächsische Schweiz Mitglied in der Kooperation „Fahrtziel Natur“. Hierbei handelt es sich um eine Initiative der Umweltverbände NABU und BUND, der Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und der Deutschen Bahn. Weiterhin arbeitet ein Zusammenschluss von verschiedenen Akteuren aus der Region an einer stetigen Erweiterung der umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel.

Erläuterungen und Hinweise zu sanften Anreise- und Fortbewegungsmöglichkeiten kann man in allen touristischen Print- und Onlinemedien der Region finden. Zusätzlich gibt es mehr als 20 interaktive Infoterminals, die dem Besucher verschiedenste Informationen bereitstellen. Weiterhin wird jährlich ein touristischer Fahrplan veröffentlicht, der dem Besucher die Möglichkeiten der ÖPNV nahe bringt Auch in den verschiedenen Broschüren sind alle Wanderwege mit nachhaltigen Informationen zu An- und Abreise versehen.

Doch es werden den Besucher nicht nur Informationen zur nachhaltigen Fortbewegung angeboten. Beispielsweise gibt ein großes Angebot an leihbaren E-Bikes, E-Bike-Ladestationen und den dazugehörigen E-Bike-Touren. Ergänzend zum normalen ÖPNV gibt es noch elf touristische Buslinien, die sogenannten Wanderbusse.

Lust auf einen Ausflug in die sächsische Schweiz bekommen? Unter folgenden Link findet ihr weitere Informationen zum sanften Reiseziel sächsische Schweiz.

Allgäu – Das Dorado für Aktivurlauber

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Im tiefsten Süden Deutschlands liegt das Allgäu mit seinen berühmten Alpen. Hierbei handelt es sich um die größte zusammenhängende Tourismusregion in Deutschland. Ganz egal Sommer oder Winter: Im Allgäu kann jeder die für sich passenden Attraktionen finden.

Ziel der Region ist es sich bis zu dem Jahre 2020 als führender leistungsstarker und zukunftsorientierter Gestaltungsraum für

  • Leben,
  • Arbeiten
  • und Urlaub im ländlichen Raum zu etablieren.

Der Fokus dieser Strategie liegt dabei ganz klar auf der Nachhaltigkeit. Deshalb ist die Vergabe des „Markenlogos Allgäu“ auch an Kriterien der Nachhaltigkeit gebunden. Jeder Markenpartner ist verpflichtet einmal pro Jahr Rechenschaft über die Nachhaltigkeit seines Betriebes abzulegen und die entsprechenden Nachweise zu erbringen.

Ziel dieser Bemühungen ist das Schaffen eines Bewusstseins für hochwertige und gesunde Produkte Dabei müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden, damit ein Produkt das Markenlogo Allgäu tragen darf:

  • Regionale Herkunft
  • Verzicht auf bedenkliche, schädliche oder gar genetisch manipulierte Produkte und
  • die Bodenständigkeit der Betriebe.

Deshalb haben bereits einige Partner der Marke Allgäu auf eine gesündere und höherwertige Produktion umgesattelt. Mittlerweile gibt es eine ganze Produktpalette an gesunden und lokalen Produkten die über den Großhandel an regionale gastronomische Betriebe vertrieben werden. Weiterhin habe sich im Jahre 2016 sechs bierbrauende Markenpartner zusammengeschlossen und zum 500. Geburtstag des Bayrischen Reinheitsgebots eine Bierbox unter dem Namen „Allgäuer Bierspezialitäten“ auf den Markt gebracht. Vorallem im Rahmen der „Allgäuer Festwochen“ liegt der Fokus auf dem Bewerben von Lebensmitteln und anderen nachhaltigen Produkte wie z.B. Käse von lokalen Käsemachern oder Wurst von Rindern aus der Region. Insgesamt gibt es mittlerweile etwa 40 zertifizierte „Allgäuer Alpgenuss-Betriebe“ die Produkte aus der Alpwirtschaft anbieten.

Falls ihr mehr über die sanften Reisemöglichkeiten im Allgäu erfahren möchtet, müsst ihr nur auf diesen Link klicken.

Peeneregion – Klein Venedig in Vorpommern

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Das weitreichende Flusssystem zwischen der Mecklenburgischen Seenplatte und der Ostseeküste bietet eine träumerische Naturlandschaft. Besonders bei einer Tour durch die Flussregion der Peene begeistert durch eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Besonders bekannt geworden ist die Peeneregion durch seine enormen Fischotter- und Biebervorkommen. Weiterhin ist die Peene einer der fischartenreichsten Flüsse Deutschlands. Sogar seltene Spezies wie Flussneunaugen oder Steinbeißer lassen sich in dieser Region finden. Mit einer Größe von etwa 20000 Hektar ist die Flussniederung eines der größten zusammenhängenden Niedermoorgebiete in Mittel- und Westeuropa. Folglich kann man dort seltene Moorpflanzen und -tiere wie das Ostseeknabenkraut und den großen Feuerfalter entdecken. Zusätzlich ist nahezu das ganze Tal ein Euopäisches Vogelschutzgebiet indem drei Adler- und drei Seeschwalbenarten brüten.

In Hinblick auf die touristischen Angebote, liegt der Schwerpunkt ganz klar auf der Qualität der Erlebnisse. So gibt es z.B. die Produktmarke „Abenteuer Flusslandschaft“, unter der ausschließlich nachhaltige Naturerlebnisse angeboten und beworben werden. Eine Einbeziehung unter dieser Marke ist für Anbieter nur möglich, wenn sie auch Partner des Naturparks sind. Außerdem setzt der Naturpark ausschließlich zertifizierte Natur und Landschaftsführer ein, um sicherzustellen, dass die Führungen weiterhin den Anspruch der Nachhaltigkeit erfüllen. Um den Gästen den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur näher zu bringen wurden „Goldene Regel“ ausgearbeitet.

Ob auf dem Wasser, dem Lande oder dem Fahrrad – die Region lässt sich auf den verschiedensten Wegen wunderbar erkunden. So findet man z.B. Anbindungen an verschiedene Fernradwege wie Berlin-Usedom und Oder-Neiße. Aber auch den Naturwanderweg vom Schaalsee bis zur Insel Usedom, der sich aktuell noch im Aufbau befindet. Im Jahre 2010 erhielt die Region den „EDEN-Award“ für einen nachhaltigen Wassertourismus erhalten.

In der Peeneregion arbeiten Naturschutzbehörden, Schutzgebietsverwaltungen und lokale Anbieter Hand in Hand um das touristische Angebot sowohl umweltfreundlich, als auch für Besucher attraktiv zu halten. Wenn Reiseanbieter den hohen Qualitätsstandards und dem Verhaltenskodex der Naturparks entsprechen, werden sie in die Broschüre „Naturerlebnis- und Umweltbindungsangebote in der Naturparkregion Peenetal“ aufgenommen. Weiterhin finden regelmäßig Natur- und Tierschutzevents wie die „Fledermausnacht in Peenetal“ oder die „Abendwanderung von Himmelsziegen und Bibern“ statt.

Vor etwa 2 Jahren wurde die Aktion „Peenetaler“ initiiert. Dabei können Tourismusbetriebe mit dem Erwerb von „Pennetalern“ einen Teil ihrer Gewinne zum Wohl des Ökosystems spenden

Für mehr Infos nutzt bitte den folgenden Link.