Weltwassertag 2017

Der Weltwassertag 2017 – ohne Wasser kein Leben. Aus diesem Grund sollten wir dafür Sorge tragen, dass diese natürliche und dennoch begrenzte Ressource uns noch möglichst lange erhalten bleibt. Der nachhaltige und verantwortungsbewusste Umgang mit Wasser ist daher eine unumgängliche Notwendigkeit. Seit 1993 findet aus diesem Grund jährlich der Weltwassertag statt, der als Ergebnis aus der UN-Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung hervorgegangen ist. Jedes Jahr steht der Weltwassertag unter einem anderen Motto. Dieses Jahr stehen die Themen Abwasser und Abwassernutzung im Vordergrund.

Das Ziel – Weltwassertag:

Der internationale Wassertag soll sowohl die breite Öffentlichkeit als auch Regierungen und internationale Bündnisse dazu anregen, Diskussionen zum Thema der nachhaltigen Nutzung und Wiederaufbereitung von Wasser zu führen. Fragen wie: “Haben wir genug oder zu wenig Wasser?”, “Wie können wir Dürren und Überschwemmungen vorbeugen?”, “Wird zuviel Wasser in der Landwirtschaft verbraucht?”, “Wird es Konflikte ums Wasser geben?” Und vor allem: “Brauchen wir ein Menschenrecht auf Wasser?” sollen bei diesen Diskussionen im Vordergrund stehen und so zu konstruktiven Lösungsvorschlägen führen.

Auf Regierungsebene sollen Aktionen im Bereich Nachhaltigkeitspolitik angestoßen werden, die die effiziente und ökologisch nachhaltige Nutzung von Wasser fördern sollen. Gleiches betrifft auch Nichtstaatliche Organisationen, die diesen Tag dazu nutzen können, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für ihre Projekte und Aktionen zur Wasseraufbereitung und -versorgung zu lenken.

Wasser als Grundlage des Lebens

Eins ist klar: Derzeit herrscht eine deutliche Ungleichheit zwischen dem Wasservorkommen verschiedener Länder. Deutschland beispielsweise ist ein äußerst wasserreiches Land. Fließendes Wasser ist hierzulande eine Selbstverständlichkeit, während Dürren und unreines Wasser in Afrika derzeit noch Leben kosten. Das Wasservorkommen beeinflusst die Lebensumstände von Milliarden von Menschen. Egal ob Hygieneverhältnisse, Energieversorgung, Wirtschaftswachstum, Nahrungsversorgung und Gesundheit sind nur einige beispielhafte Bereiche, die vom Wasservorkommen abhängig sind. Gerade deshalb sollten westliche Industrieländer sich darauf besinnen, dass Wasser eine essentielle und dennoch erschöpfliche Ressource ist und mit einem nachhaltigen und bewussten Umgang darauf reagieren.

Wasser und das Problem mit dem Plastikmüll

Etwa 10 Millionen Tonnen Müll landet jährlich im Ozean. Das beeinträchtigt die Tier- und Umwelt erheblich:

  • etwa 100.000 Meerestiere und Vögel sterben aufgrund von Plastikmüll im Wasser
  • jährlich werden etwa 300 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert
  • 75% der bis zu 10 Millionen Tonnen Müll, die jährlich in die Meere gespült werden, besteht aus Kunststoff
  • Plastiktüten, Plastikflaschen und auch Zigarettenkippen gehören zu den häufigsten Fundstücken am Strand
  • allein in der Nordsee landen jährlich etwa 20.000 Tonnen Müll

photo Weltwassertag 2017 plastikmüll im meer

Doch das muss nicht so sein. Das dachten sich die Initiatoren der Aktion Refill Hamburg. Denn die Nutzung einer wieder auffüllbaren Trinkflasche würde im Jahr 116 Plastikflaschen davon abhalten, im Ozean zu landen.

Es gibt 3 einfache Möglichkeiten, bei der Initiative Refill Hamburg mitzumachen:

  1.  Eine eigen Wasserflasche dabeihaben – Bring your own bottle (BYOB)
    Durch das Benutzen einer wieder auffüllbaren Wasserflasche kann viel Plastikmüll vermieden werden. In allen Cafés, Bar und Shops mit Refill  Aufkleber am Fenster kann man die mitgebrachte Flasche kostenfrei mit Leitungswasser auffüllen lassen.
  1.  Refill Station werden ist einfach
    Sticker besorgen und ankleben. Sticker gibt es an drei Verteilstellen: Stückgut, Twelve Monkeys und bio.lose. Eure Refill Station per Formular  mitteilen und schon kann es losgehen!
  1.  Aktiv werden
    Lieblingscafés und Bars und bitten, bei der nachhaltigen Initiative mitzumachen.

Mehr Infos zur Aktion Refill Hamburg

Die 7 besten Tipps zum Wasser Sparen im Haushalt

Der Wasserverbrauch der Menschen ist enorm. Doch nicht das Wasser, das tatsächlich getrunken wird ist das Problem – zwei Drittel des Trinkwassers werden in der Landwirtschaft für die Ernte, Feldbewässerung und Viehzucht verbraucht. Die Nutzung von Haushaltsgeräten und die Herstellung von Konsumgütern machen ebenfalls einen großen Teil des Wasserverbrauchs weltweit aus. Wenn im Jahr pro Kopf weniger als 1.000.000 Liter Wasser zur Verfügung stehen, wird es problematisch.

Deshalb haben wir einige Tipps zusammengestellt, um im Haushalt Wasser zu sparen und somit nachhaltig zum langfristigen Wasservorkommen beizutragen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt vom Wasser Sparen im Alltag: der CO2-Ausstoß, der durch das Erwärmen des Wassers in den Leitungen entsteht, wird ebenfalls gesenkt.

  • Toilettenspülung mit Spülstopp
    Wer den Spülstopp bei der Toilettenspülung benutzt, der kann den Wasserverbrauch von einer Spülung (etwa 6L) um die Hälfte verringern. Wenn nur wenig Toilettenpapier verwendet wurde, reicht oft ein sehr kurzer Druck auf die Spültaste aus.
  • Duschen statt Vollbad
    Bei einem Vollbad wird mit 150-200 Litern wesentlich mehr Wasser verbraucht als bei einem Duschgang (60-80 Liter). Wenn ein entspannendes Bad also nicht zur Gewohnheit wird, kann viel Wasser gespart werden.
  • Sparduschkopf und Sprühwasserhähne nutzen
    Bei sogenannten Sparduschköpfen und Sprühwasserhähnen wird der Wasserstrahl mit Luft versetzt, sodass die Wassermoleküle feiner werden und weniger Wasser durch den Aufsatz fließt und der Wasserverbrauch so automatisch gesenkt wird.
  • Tropfende Wasserhähne vermeiden
    Der unnötige Wasserverbrauch, der durch tropfende Wasserhähne entstehen kann, wird immer wieder unterschätzt: Der Tagesverbrauch eines tropfenden Wasserhahns kann bis zu 45 Liter Wasser betragen! Undichte Leitungen sollten daher umgehend repariert werden. Der im schlimmsten Falle nötige Klempnereinsatz rechnet sich daher ziemlich schnell.
  • Laufendes Wasser vermeiden
    Egal ob in der Küche oder im Bad – Armaturen lassen oft sehr viel Wasser durch, das im schlimmsten Falle unnötigerweise ungenutzt ins Abwasser fließt. Dagegen hilft: Beim Zähneputzen Zahnputzbecher benutzen, beim Rasieren und Einseifen den Wasserhahn abdrehen, beim Geschirrspülen stehendes Wasser in der Spüle nutzen und Gemüse in Schüsseln waschen. Einfache Handgriffe können den täglichen Wasserverbrauch so enorm eindämmen.
  • Waschmaschine, Geschirrspüler
    Durch die Anschaffung bzw. Austausch von modernen Waschmaschinen, Geschirrspülern und anderen technischen Geräten, die den heutigen Energiestandards entsprechen, können der Strom- und Wasserverbrauch ebenfalls merklich gesenkt werden. Besonders ergiebig ist dabei die Anschaffung von Geräten der höchsten Energieeffizienzklasse. Zusätzlich sollten diese Geräte erst in Betrieb genommen werden, wenn sie wirklich voll sind.
  • Konsumverhalten einschränken
    Oft vergessen wird, dass die Herstellung von Konsumgütern wie Lebensmitteln, Verpackungen und Kleidung ebenfalls enorm viel Wasser verbraucht. Wer also bewusst in Maßen kauft und nur das anschafft, was er wirklich braucht, der tut automatisch schon etwas Gutes für die Umwelt und senkt den Wasserverbrauch.
  • Verzicht auf bestimmte Lebensmittel
    Wie bereits erwähnt, ist der Wasserverbrauch in der Herstellung von Konsumgütern enorm. Wer jährlich auf 1 Kg Rindfleisch verzichtet, könnte theoretisch mit dem gesparten Wasser ein Jahr lang jeden Tag duschen gehen.

Spenden für den Weltwassertag 2017

Neben dem bewussten Umgang mit Wasser im Alltag, gibt es auch noch die Möglichkeit, für konkrete Projekte zu spenden und so die Zahl an Menschen, die weltweit noch immer noch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, zu verringern. Auf Spendencheck haben wir ausgewählte seriöse und wirkungsvolle Projekte zum Thema Wasser zusammengestellt:

Wasser ist Leben

Wallpaper Wasser ist Leben Togo Neuer Horizont e.V.

Jeden Tag sterben auf der Erde fast 1.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen. Verursacht durch verschmutztes Trinkwasser, mangelnde Hygiene und fehlende Toiletten. Mit dem Bau von Brunnen in Dörfern in Togo will TOGO – Neuer Horizont e.V. für Normalität in Bezug auf sauberes Wasser sorgen. Ziel des Vereins ist es, neben dem Zugang zu sauberem Trinkwasser, auch den Zusammenhalt in den Dörfern zu verbessern.
Jetzt für „Wasser ist Leben“ spenden

Wasser für Somaliland

Wallpaper Wasser für Somaliland

Dieses Projekt dient der Dürrevorsorge in Somaliland: World Relief – Die Weltnachbarn arbeiteten eng mit den lokalen Gemeinden zusammen. Diese legen eigenverantwortlich die zerstörten Berkeds wieder frei, graben die Schlammablagerungen aus, meißeln die aufgebrochenen und undichten Betonverkleidungen ab, errichten traditionelle Zäune, um das umliegende Gebiet von Verunreinigungen durch Tiere und anderes zu schützen, und liefern lokal verfügbare Materialien wie Blätter zur Abdeckung der Berkeds, sowie Sand und Kies für den Bau.
Jetzt für „Wasser für Somaliland“ spenden 


QUELLEN:

Bund Bremen (o.J.).
Wasserspartipps. In:
http://www.bund-bremen.net/themen_und_projekte/klima_umwelt/trinkwasser/wassersparen/wasserspartipps/, eingesehen am 28.02.2017.

Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (o.J.).
Wasser. In:
http://www.unesco.de/wissenschaft/wasser.html, eingesehen am 28.02.2017.

Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (o.J.).Weltwassertag. In: http://unesco.de/wissenschaft/wasser/un-und-wasser/wassertag.html, eingesehen am 28.02.2017.

Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (2015).Der Weltwasserbericht der Vereinten Nationen 2015. In: http://unesco.de/fileadmin/medien/Dokumente/Wissenschaft/Weltwasserbericht_2015, eingesehen am 28.02.2017.

Kleiner Kalender (2017).Weltwassertag 2017. In: http://www.kleiner-kalender.de/event/weltwassertag, eingesehen am 28.02.2017.

Jovanovic, Ludwig (2007).
Trinkwasser wird knapp. Jeder Mensch benötigt 1.000.000 Liter Wasser pro Jahr. In: http://www.rp-online.de/panorama/wissen/jeder-mensch-benoetigt-1000000-liter-wasser-pro-jahr, eingesehen am 28.02.2017.

NABU (o.J.).
Plastikmüll und seine Folgen. In: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/muellkippemeer.html, eingesehen am 03.04.2017.

Spartippsammlung (2010).
15 Tipps zum Wasser Sparen. In: http://www.spartippsammlung.de/ressourcen/wasser-sparen-tipps, eingesehen am 28.02.2017.

Vegetarierbund Deutschland e.V. (o.J.).
Wasserverschwendung: Wasser sparen durch Ernährung. In: https://vebu.de/tiere-umwelt/umweltbelastung-durch-fleischkonsum, eingesehen am 08.03.2017.