04.02.2017: Spenden für den Weltkrebstag

Krebs – weit verbreitet, kräftezehrend, tödlich.
Die Volkskrankheit hat einen eigenen Aktionstag bekommen: Der 04.02. jeden Jahres ist zum offiziellen Weltkrebstag ernannt worden. Der folgende Beitrag soll zu diesem Anlass die am häufigsten gestellten Fragen zu dieser Krankheit klären und auf verschiedene mögliche Hilfsangebote aufmerksam machen.

 

Fakten zum Weltkrebstag

Wie auch schon im letzten Jahr, steht der Weltkrebstag 2017 erneut unter dem Motto: “We can. I can.” Zu Deutsch: “Wir können. Ich kann.” Die Initiative wurde von der Union for International Cancer Control (UICC) gestartet und soll dazu dienen, Krebs als Krankheit einmal im Jahr wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen zu rufen. Aufgerufen wird – gemäß dem Motto – konkret dazu, sich individuell oder in Gruppen darüber Gedanken zu machen, was man selbst oder gemeinsam gegen die weltweit verbreitete Krankheit tun kann.

Übergeordnete Ziele – der Kampf gegen Krebs:

  • Rückgang der Anzahl der an Krebs erkrankten Menschen
  • Anstieg der Anzahl an erfolgreichen Krebsbehandlungen
  • Bessere Lebensqualität für Krebspatienten während der Behandlung und danach ermöglichen

 

Fakten zur Krankheit Krebs

Was ist Krebs?

Krebs entsteht, wenn Körperzellen unkontrolliert mutieren, sich also verändern, und sich anschließend vermehren, ohne vom körpereigenen Reparatursystem wieder hergerichtet zu werden. Durch die nicht ordnungsgemäße Veränderung in ihrer Struktur verlieren diese Zellen ihre sogenannte “innere Uhr”, die für den richtigen Zeitpunkt der Zellteilung, das Wachstum und die Ausreifung bis hin zum Sterben einer Zelle sorgt. Besagte Krebszellen haben ohne diese innere Uhr einen gestörten Lebenszyklus, weshalb der gesamte Regelmechanismus gestört ist.

Risikofaktoren

Grundsätzlich lebt jeder Mensch mit dem Risiko, an Krebs zu erkranken, da eine ungewollte Veränderung der körpereigenen Zellen Auslöser der Krankheit ist. Bis heute ist noch nicht wirklich geklärt, warum einige Menschen an Krebs erkranken und andere nicht, allerdings gibt es gewisse Risikofaktoren, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen können:

Alter

Je älter ein Mensch wird, desto höher wird auch automatisch das Risiko, an Krebs zu erkranken. Das liegt daran, dass die veränderten Gene immer seltener und unzuverlässiger vom zuständigen System im Körper repariert werden.

Äußere Einflüsse

Wer oft Chemikalien oder radioaktiver Strahlung ausgesetzt ist, beispielsweise im Arbeitsumfeld, der hat erwiesenermaßen ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. Dies gilt ebenfalls für UV-Strahlen, die durch regelmäßige Sonnenbäder in der Natur oder im Solarium dem Körper schädigen und so das Krebsrisiko erhöhen.

Gesundheitliche Faktoren

Auch ein erhöhter Alkohol- und Tabakkonsum, zu viel dauerhafter Stress, (chronische) Infektionen und eine ungesunde Ernährung mit zu wenig Obst, Gemüse und Bewegung erhöht das Risiko der Veränderung von Körperzellen zu Krebszellen. In fünf bis zehn Prozent der Fälle sind diese Veränderungen allerdings erblich bedingt.

 

Wie kann ich mein Krebsrisiko senken?

An dieser Stelle fragt man sich wahrscheinlich, wie man sein Krebsrisiko trotz der vielen Risikofaktoren möglichst gering halten kann, um durch präventive Maßnahmen einer Erkrankung vorzubeugen. Von den zuvor beschriebenen Risikofaktoren lässt sich ableiten, dass der Körper nur selten oder zumindest ausreichend geschützt mit Chemikalien, radioaktiver Strahlung und UV-Strahlen in Berührung kommen sollte. Spezielle Schutzanzüge im Arbeitsumfeld und das Auftragen von Sonnencreme mit einem hohen Schutzfaktor vor einem Sonnenbad sind diesbezüglich mögliche präventive Maßnahmen. Eine gesunde Ernährung und Lebensweise mit Sport und Bewegung senken ebenfalls das Krebsrisiko. Mit fortgeschrittenem Alter oder wenn bereits Krebserkrankungen in der Familie vorgekommen sind und daher ein erbliches Risiko besteht, sollten regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen zur Krebsfrüherkennung durchgeführt werden, um die vermeintliche Krankheit behandeln zu können, bevor es zum Streuen eines Tumors kommt.

 

Häufige Krankheitsformen

Mittlerweile sind bereits über 300 verschiedene Krebsarten bekannt, die sich auf Organe und Zellen des gesamten Körpers beziehen. Dennoch treten manche Genmutationen häufiger auf als andere. Statistisch gesehen erkranken Männer im Allgemeinen demnach häufiger an Krebs als Frauen. Die in Deutschland am häufigsten vorkommenden Krebsformen sind Haut-, Lungen-, Darm-, Brustdrüsen- und Prostatakrebs. Wobei von diesen fünf Krebsarten bei Hautkrebs statistisch gesehen die größte Heilungschance besteht und bei Lungenkrebs die geringste.

Table Weltkrebstag Krebsarten

Welche Behandlungsformen gibt es?

Je nach Krankheitsform und -ausprägung gibt es verschiedene Therapieformen und Behandlungsmöglichkeiten für die Bekämpfung von Krebszellen im Körper. Dazu zählen:

  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie
  • Knochenmarks- und Stammzelltherapie
  • Zielgerichtete Therapien
  • Gentherapie
  • Palliativ- und Schmerztherapie
  • Unterstützende Maßnahmen (Supportive Maßnahmen)
  • Komplementäre & alternative Methoden

Gegebenenfalls werden auch mehrere dieser Behandlungsmethoden zur Bekämpfung der Krankheit angewendet.

 

Welche Möglichkeiten der Unterstützung gibt es für…

… Krebspatienten?

Krebspatienten benötigen während des Heilungsprozesses eine möglichst gute emotionale, persönliche und ärztliche Unterstützung. Einige gemeinnützige Organisationen haben sich eben dieser Unterstützung verschrieben. Eine beispielhafte Auswahl solcher Projekte stellen wir euch hier vor:

Tanztherapie nach Krebs e.V.

Eine Tanztherapie bietet die Möglichkeit, Gefühle über den Körper zum Ausdruck zu bringen und sich selbst wieder näher zu kommen. Achtsames Bewegen steigert das körperliche Wohlbefinden, was für die Genesung nach einer überstandenen Krebserkrankung essentiell sein kann. Tanzen bringt die Seele zum Schwingen und öffnet für den Austausch mit Gleichbetroffenen. Begleitende Gespräche durch den eigens für die Onkologie qualifizierten Tanztherapeuten unterstützen den Prozess der Krankheitsverarbeitung, sodass neue Perspektiven entstehen für ein Leben mit oder nach der Krebserkrankung. Jetzt für Tanztherapie nach Krebs e.V. spenden!

Veranstaltungshinweis:

Aktuell bietet der Freiburger Verein wieder Wochenendseminare speziell für Mütter und ihre jugendlichen Töchter an. Die Veranstaltungen stehen ganz unter dem Motto „Zeit für uns“. Die Teilnahme ist kostenfrei, lediglich für Übernachtung und Verpflegung fallen Kosten in Höhe von 80 Euro für das ganze Wochenende im jeweiligen Seminarhaus und pro Familie an. Die nächsten Termin sind:

  • 15. Sept. – 17. Sept. in der Nähe von Hanau
  • 06. Okt. – 08. Okt. In der Nähe von Hanau

Weitere Informationen sind unter www.tanztherapie-nach-krebs.de zu finden. Anmeldung bitte möglichst bald an info@tanztherapie-nach-krebs.de senden.

…Angehörige?

Nicht zu verkennen ist auch der emotionale Stress, welcher sich auch körperlich auswirken kann, dem Angehörige von Krebspatienten ausgesetzt sind. Sie sind es, die stark sein müssen und die Betroffenen aufbauen und trösten. Besonders hart sind oftmals Eltern betroffen, wenn ihre Kinder an Krebs erkranken. Um Angehörigen diese schwere Zeit zu erleichtern, haben einige gemeinnützige Organisationen spezielle Projekte ins Leben gerufen. Eine beispielhafte Auswahl solcher Projekte wird im Folgenden kurz vorgestellt:

Kinderhilfe – Hilfe für leukämie- und krebskranke Kinder e.V.

Das Primärziel des Vereins ist es, den Familien, die die schockierende Diagnose “Dein Kind hat Krebs“ erhielten, in jeder Lebenslage zur Seite zu stehen, ihnen zu helfen, sie zu unterstützen und zu begleiten – unabhängig davon, ob die Behandlung des Kindes erfolgreich oder nicht erfolgreich war. Jetzt für die Kinderhilfe spenden!

Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder

Der Verein betreut Kinder und Jugendliche, die an Leukämie oder Krebs erkrankt sind, sowie deren Eltern. Zudem unterstützt er das Familienzentrum für krebskranke Kinder Gießen e.V., das den betroffenen Familien während der stationären Behandlungsphase ein vorübergehendes Zuhause in der Nähe ihrer Kinder bietet. Darüber hinaus finanziert der Verein einen Ambulanzdienst, der die Kinder und Eltern zu Hause betreut, und gewährt auf Antrag finanzielle Hilfen für durch die Krankheit in Not geratene Familien. Jetzt für den Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder spenden!

 

Wie kann ICH Krebspatienten unterstützen?

Eine Möglichkeit, Krebspatienten und deren Angehörigen zu helfen, ist die finanzielle Unterstützung von Projekten und Organisationen, die sich dem Kampf gegen Krebs und der Unterstützung von Betroffenen verschrieben haben. Dies kann beispielsweise direkt über die “Jetzt Spenden” buttons im obigen Textabschnitt getan werden. Es gibt allerdings auch noch andere Möglichkeiten der Unterstützung:

Gemeinnützige Organisationen arbeiten meist größtenteils ehrenamtlich und suchen daher stets freiwillige Mitarbeiter, die die gemeinnützige Arbeit der Vereine tatkräftig unterstützen.


QUELLEN:

Bundesverband Deutscher Internisten e.V. (2017).Risikofaktoren für Krebs. In: http://www.internisten-im-netz.de/de_risikofaktoren-f-r-krebs_1231.html, eingesehen am 20.01.2017.

Deutsches Krebsforschungszentrum (2016).
Am 4. Februar ist Weltkrebstag. In:
https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2016/news10-weltkrebstag-2016.php, eingesehen am 19.01.2017.

Deutsche Krebshilfe (o.J.).
Was ist Krebs?. In: https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs, eingesehen am 19.01.2017.

Dr. med. Tallen, Gesche (2003).
Was ist Krebs?. In:
http://www.kinderkrebsinfo.de/patienten/fragen_zu_krebs/was_ist_krebs/index_ger.html, eingesehen am 19.01.2017.

Union for International Cancer Control (UICC) (2017).
World Cancer Day 2016-2018. In:
http://www.worldcancerday.org/about/2016-2018-world-cancer-day-campaign, eingesehen am 19.01.2017.

Zentrum für Krebsregisterdaten (2016).
Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016, S. 21. In:
  http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebsgeschehen/Epidemiologie.pdf