Spendenglossar

Von A wie Aufwandsspende bis Z wie Zweckspende

In diesem Spendenglossar sammeln wir die Definitionen von Begriffen rund ums Thema Spenden. Die Begriffe sind alphabetisch geordnet und werden stetig erweitert. Wenn ihr Ergänzungen habt, freuen wir uns auf eure Nachricht.

A

Altruismus

Der Begriff stammt von dem lateinischen Wort „alter“, was „der Andere“ bedeutet. Die heutige Verwendung dieses Begriffs impliziert eine aufmerksame und rücksichtsvolle Handlungsweise, die sogar als selbstlos bezeichnet werden kann. Eine allgemeingültige Definition wurde noch nicht endgültig festgelegt, allerdings beschreiben einige Autoren Altruismus als freiwillige Handlung, die ihren altruistischen Charakter verliere, sobald sie erzwungen sei. Eine Studie von 2009 hat Altruismus nicht nur bei Mensch und Tier, sondern auch bei Pflanzen nachweisen können. Selbstlosigkeit ist demnach evolutionär tief in uns verankert.

 

Anthroposophisch

Der Begriff Anthroposophie stammt aus dem Griechischen und besteht übersetzt aus den beiden Worten “ Mensch“ und „Weisheit“. Anthroposophie ist bezeichnet eine ganze Weltanschauung und Lehre, die viele verschiedene Ansichten miteinander verknüpft. Dazu gehören die Lehren von Goethe, der christlichen Mystik, von naturwissenschaftlichen Feststellungen und des deutschen Idealismus. Anthroposophie beinhaltet dabei auch spirituelle Gedanken. Diese Anschauung wird bis heute noch stetig weiterentwickelt und hat u.a. in folgenden Bereichen Einfluss:

  • Kunst
  • Architektur
  • Medizin
  • Religion
  • Finanzwesen
  • Landwirtschaft
  • Pädagogik

Bekannte Persönlichkeiten, die als Anthroposophen bezeichnet werden sind beispielsweise der Kinderbuchautor Michael Ende oder der Politiker Otto Schily.

Aufwandsspende

Der Begriff „Aufwandsspende“ hat einen steuerrechtlichen  Hintergrund und wird auch als „Aufwendungsersatz“ bezeichnet. Wer eine gemeinnützigen Organisation unterstützt und darauf verzichtet, die finanzielle Entschädigung für den entstandenen Aufwand anzunehmen, der leistet eine solche Aufwandsspende.
Beispiel: Ein Vater trainiert Kinder im Fußballverein und verzichtet auf eine Bezahlung. Das Geld kommt stattdessen dem Verein zu Gute, der dadurch weniger Ausgaben hat.  Im selben Zuge hat der betroffene Vater die Möglichkeit, den Betrag in seiner Einkommenssteuererklärung als Spende abzusetzen. Dafür muss er sich nur eine Spendenbescheinigung des Vereins ausstellen lassen. Hier erfahrt ihr, wie man Spenden von der Steuer absetzt.

 

B

Bußgeldmarketing

Wer falsch parkt, bekommt meistens einen Strafzettel. Ein solcher Strafzettel ist eine Art von Bußgeld, was Privatpersonen und Unternehmen von Gerichten auferlegt werden kann, um so das laufende Verfahren einzustellen. Nachdem das Bußgeld bezahlt wurde, kann der zuständige Richter entscheiden, wohin das Geld gehen soll. Zur Auswahl stehen die Staatskassen und / oder gemeinnützige Vereine. Damit gemeinnützige Körperschaften auf diesem Wege möglichst hohe Beträge erhalten, machen sie durch Werbung bei den Bußgeldverwaltungen (z.B. Richter, Staatsanwälte, Schöffen oder Finanzämter) auf sich aufmerksam. Dieser Vorgang wird von dem Begriff „Bußgeldmarketing“ beschrieben. Diese Art von Marketing ist europaweit nur in Deutschland möglich und bildet einen festen Bestandteil der Spendeneinnahmen vieler gemeinnütziger Organisationen.

 

Bürgerschaftliches Engagement

Wenn Bürger gemeinsame Ziele verfolgen, indem sie freiwillig und unentgeltlich etwas in die Hand nehmen, um das Gemeinwohl zu fördern, dann spricht man von bürgerschaftlichem Engagement. Dieses Engagement wird gemeinschaftlich und im öffentlichen Raum durchgeführt, damit mindestens eine außenstehende, dritte Partei von diesem Handeln mit profitieren kann. Die am häufigsten auftretenden Ausprägungen solcher Initiativen sind beispielsweise Vereine, Bürgerstiftungen oder Bürgerinitiativen. Die Beispiele für bürgerschaftliches Engagement reichen weit: von einer einfachen Mitgliedschaft in einer gemeinnützigen Organisation über die freiwillige und unbezahlte Mitarbeit im Bildungs- oder Gesundheitswesen bis hin zur finanziellen Unterstützung durch Spenden.

 

Bürgerstiftung

Wie der Begriff selbst bereits andeutet, ist eine Bürgerstiftung ein Zusammenschluss von Bürgern für Bürger, die mit ihrer Arbeit bürgerschaftliches Engagement unterstützen. Das Besondere an einer Bürgerstiftung ist die Förderung des lokalen, geographisch definierten Gemeinwohls, die unabhängig, autonom und gemeinnützig erfolgt. Eine solche Stiftung muss vom Staat als gemeinnützig anerkannt werden, um mit steuerlichen Vorteilen handeln zu können. Diese Gemeinnützigkeit setzt ein nachhaltiges und dauerhaftes Engagement für das Gemeinwohl voraus, welches in diesem Falle geographisch begrenzt stattfinden kann. Der Stiftungszweck wird bei der Gründung von dem jeweiligen Stifter festgelegt und kann anschließend nicht mehr wesentlich verändert werden. Dieser umfasst in der Regel den kulturellen Sektor, Jugend und Soziales, Bildungswesen, Natur und Umwelt oder Denkmalschutz.

 

C

Capital Campaign

Als Capital Campaign, zu Deutsch Kapital-Kampagne, bezeichnet man eine zeitlich begrenzte Fundraising-Kampagne, mit der eine Non-Profit Organisation eine festgelegte Summe Geld in einem begrenzten Zeitraum (in der Regel zwischen drei und fünf Jahren) für ein spezifisches Projekt sammelt. Kapital-Kampagnen richten sich sowohl an Privatpersonen, als auch an Unternehmen und Stiftungen als Förderer.

 

Charity

Charity kommt aus dem Englischen und bedeutet Wohltätigkeit. Inzwischen ist es auch in Deutschland ein gängiger Begriff im Spendenbereich. So sind z.B. Charity-Galas ein beliebtes Format, um für einen guten Zweck Spendengelder zu sammeln.

 

Corporate Citizenship

Corporate Citizenship, zu Deutsch Unternehmensbürgerschaft, bezeichnet Engagement von Unternehmen, die über ihre eigentliche geschäftliche Kerntätigkeit hinaus aktiv für das Gemeinwohl handeln. Diese sogenannte gesellschaftliche Verantwortung wird bereits immer mehr Teil der strategischen Ausrichtung von Unternehmen, die immer öfter auch soziale Kooperationen eingehen, anstatt nur finanziell profitabel zu wirtschaften. Die Abgrenzung zu den verwandten Begriffen der „Corporate Social Responsibility“ oder nur „Corporate Responsibility“ ist teils noch unklar.

 

Corporate SociaI Responsibility (CSR)

Corporate Social Responsibility (CSR) wird auch als unternehmerische Gesellschaftsverantwortung oder unternehmerische Sozialverantwortung bezeichnet. Gemeint  sind dabei Aktivitäten von Unternehmen, die über ihre eigentlichen gesetzlichen Pflichten hinaus gehen und das Ziel der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung für das Gemeinwohl beinhalten. Dementsprechend sind diese Aktivitäten freiwillig und beziehen sich nicht nur auf Umweltaspekte sondern auch auf Stakeholdermanagement (z.B. Handeln als fairer Geschäftspartner), den Arbeitsplatz (Handeln als fairer und aufmerksamer Arbeitgeber) und auf verantwortliches, gesellschaftliches Handeln im Allgemeinen. CSR ist gleichzeitig das Bindeglied zwischen Profit-und Nonprofit-Organisationen (NPO). Die Unternehmen geben Kapital-, Sach-und Know-How-Hilfen an die NPOs, um damit ein besseres Image zu erzielen, was wiederum indirekte Umsatzsteigerungen bewirken kann. Die Basis der erfolgreichen Zusammenarbeit von Profit-und Non-Profit-Organisationen liegt häufig in einem gemeinsamen Medien-und Marketing auftritt.

 

Crowdfunding

Wie die Zusammensetzung des Begriffes aus den übersetzten Worten „Menge“ und „Finanzierung“ bereits erahnen lässt, ist Crowdfunding eine Art der Finanzierung, die durch eine große Anzahl an Unterstützern erfolgt. Viele Unterstützer spenden dabei kleine Beträge, die zusammengenommen die Finanzierung von Projekten oder Produkten ermöglichen. Crowdfunding erfolgt in der Regel online über Websites, die es jedem ermöglichen, seine Projekte vorzustellen und um Unterstützung zu bitten. Ein tolles Produkt, das über Crowdfunding erst entwickelt werden konnte ist beispielsweise der Sea Bin.

 

D

Deutscher Spendenrat

Der Deutsche Spendenrat e.V. ist ein seit 1993 tätiger gemeinnütziger Dachverband von derzeit 65 Spenden sammelnden, gemeinnützigen Organisationen aus den Bereichen soziale und humanitäre Hilfe, Umwelt und Tierschutz, Kunst- und Kultur sowie Denkmalschutz. Er vertritt diese gegenüber der Öffentlichkeit sowie staatlichen, politischen und privaten Gremien und dient somit als Interessensvertretung. Die Mitglieder des Vereins verpflichten sich, keine sittenwidrige Werbung einzusetzen und hohe Qualitätsstandards einzuhalten. Unter anderem sind Strukturen, Tätigkeit und Finanzen im Rahmen eines Jahresberichts jährlich und transparent offenzulegen. Die Mitgliedsorganisationen müssen sich in einer Selbstverpflichtungserklärung zur Einhaltung von über die Einhaltung geltenden Rechts hinausgehenden Mindeststandards verpflichten.

 

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI)

Diese unabhängige deutsche Stiftung prüft jährlich die Arbeit gemeinnütziger Organisationen und vergibt bei Erfüllung der Prüfungskriterien ein Spendensiegel. Dieses DZI-Spendensiegel steht für die nachgeprüfte, sparsame und satzungsgemäße Verwendung der Spendengelder und damit für die Seriosität und Transparenz der geprüften gemeinnützigen Organisation. Seit über 120 Jahren werden vom DZI Daten und Informationen gesammelt und dokumentiert, die zur Analyse der sozialen Arbeit in Deutschland dienen. Daraus geht eine der größten Fachbibliotheken Deutschlands hervor, was die Namensgebung der Stiftung erklärt.

 

E

Effektiver Altruismus

Die Handlungsweise und Philosophie, die das Ziel eines optimalen Einsatzes von Ressourcen verfolgt, die das Dasein und die Lebensumstände von möglichst vielen Lebewesen verbessern soll, wird als effektiver Altruismus bezeichnet. Solche Ressourcen sind beispielsweise Geld und Zeit. Eine gute Tat ist also besser, wenn sie möglichst viele positive Auswirkungen hat. Ein überzeugter effektiver Altruist würde also immer nach dem Spendenprojekt suchen, dass am effektivsten ist und wo sein Geld die größte Wirkung erzeugen kann.

 

Ehrenamt

Eine freiwillig und unentgeltlich ausgeführte Tätigkeit, die in einer Institution als öffentliches Amt ausgeführt wird. In bestimmten Fällen kann man für sein ehrenamtliches Engagement allerdings auch eine finanzielle Aufwandsentschädigung erhalten. Eine Tätigkeit gilt nur als ehrenamtlich, wenn sie als Nebentätigkeit ausgeführt wird und dem Geimeinwohl dient. Das Bedeutet, dass eine dritte Partei von der Tätigkeit profitieren sollte. Die meisten Menschen in Deutschland, die sich dazu entschließen, ein Ehrenamt auszuüben, befinden sich im Ruhestand und haben dadurch wieder eine Aufgabe. Die Möglichkeiten von ehrenamtlichem Engagement sind dabei beinah unzählbar, denn gerade gemeinnützige Organisationen können jede Hilfe gut gebrauchen. Hier erfahrt ihr, wie ihr am besten die richtige ehrenamtliche Beschäftigung für euch finden könnt.

 

Ehrenamtsfreibetrag / Ehrenamtspauschale

Der Ehrenamtsfreibetrag wird gängiger Weise auch als Ehrenamtspauschale bezeichnet und ist ein Begriff aus dem Steuerrecht. Gemeint ist damit der Steuerfreibetrag von Einnahmen aus gemeinnützigen, freiwilligen Tätigkeiten in Höhe von bis zu 720 € jährlich. Diese Einnahmen sind im Normalfall Aufwandsentschädigungen beispielsweise für Materialkosten, die der Ehrenamtliche für sein Engagement aufwenden musste. Hier erfahrt ihr, wie ihr den Freibetrag in der Steuererklärung geltend machen könnt und welche Voraussetzungen ihr dafür erfüllen müsst.

 

Emergency Fundraising

Emergency Fundraising ist der englische Begriff für die Akquise von Spendengeldern, die für akute Not- bzw. Katastrophenhilfe eingesetzt werden. Diese Art von Spendenakquise unterscheidet sich nur bedingt vom regulären Fundraising. Es geht um schnelle und effektive Hilfe für Opfer von Krieg, Gewalt oder Naturkatastrophen. Um diese besondere Art der Hilfe leisten zu können, benötigen die Hilfsorganisationen Strukturen und Fachkräfte, die auch durch normale Spenden ohne direkte Anlässe finanziert werden müssen. Das Emergency Fundraising muss zeitlich sehr eng mit dem Ereignis selbst und mit der Medienberichterstattung zusammenfallen. Denn ohne die Aufmerksamkeit und das nötige Problembewusstsein in der Bevölkerung, ist diese Art der Spendenakquise so gut wie nutzlos.

 

Engagementpolitik

Engagementpolitik beschreibt die politische Förderung von bürgerschaftlichem Engagement. Kernpunkte, die hierbei derzeit besonders berücksichtigt werden sind aktuelle Veränderungen und Themen, wie beispielsweise der Umgang mit dem demografischen Wandel, die steigende Mobilität, Emanzipation oder die fortlaufende Digitalisierung. Alle Themen, mit denen sich Engagementpolitik beschäftigt, basieren auf der Fragestellung: wie können wir bürgerschaftliches / ehrenamtliches Engagement attraktiver und für alles Zugänglich machen.

 

Entwicklungshilfe

Allgemein bedeutet der Begriff Entwicklungshilfe, dass ein Industrieland ein Entwicklungsland unterstützt. Diese Unterstützung kann in Form von materiellen oder nicht materiellen Leistungen erfolgen. Entwicklungshilfe verfolgt das Ziel, einem Entwicklungsland durch Unterstützung zu helfen, sich weiterzuentwickeln und selbst auf sozio-ökonomischer Basis stabil zu werden. Konkrete, beispielhafte Ziele sind die Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung, die Verbesserung der Infrastruktur oder der verwendeten Technologien. Demnach ist Entwicklungshilfe nicht kurz- sondern langfristig ausgelegt.

 

Erbschaftsfundraising

Beim Erbschaftsfundraising handelt es sich um eine spezielle Form des Fundraisings. Zielgruppe der Spendenwerbung sind potenzielle Erblasser, Erben und (Zu-)Stifter. Gemeinnützige Organisationen versuchen, durch die zielgruppengerichtete Ansprache Vermächtnisse (Legate), Erbschaften und Zuwendungen anderer Art zu erhalten. Diese spezielle Art des Fundraisings erfordert auch eine ebenso spezielle Art des Marketings: Entwicklung passender Maßnahmen zur Ansprache der Zielgruppe, Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der testamentarischen Spendenmöglichkeiten und eine juristische und steuerrechtliche Beratung.

 

F

Freistellungsbescheid

Ein Freistellungsbescheid ist steuerrechtlich relevant. Wer einen solchen Bescheid besitzt, hat die Möglichkeit bei der Steuererklärung ganz oder teilweise von bestimmten Steuern befreit zu werden. Organisationen, die vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt wurden und dementsprechend einen solchen Freistellungsbescheid besitzen sind steuerlich begünstigt. Zusätzlich können diese ihren Spendern sogenannte Spendenbescheinigungen / -quittungen ausstellen, damit diese ebenfalls die Möglichkeit bekommen, ihre Spenden von der Steuer abzusetzen.

 

Fundraising

Damit gemeinnützige, steuerbegünstigte Organisationen arbeiten und ihren Satzungszweck erfüllen können, benötigen sie gewisse Ressourcen aus den Bereichen Geld- Dienst- und Sachleistungen. Konkrete Beispiele sind Arbeitsleistungen, Geld für Materialien, Räumlichkeiten, Fahrzeuge, Computer, usw. Um diese finanziellen Mittel möglichst begünstigt zu erhalten, werden alle Aktivitäten der Organisation möglichst strukturiert und systematisch analysiert, durchgeführt und kontrolliert. Diese effiziente Art der Ressourcenbeschaffung wird als Fundraising bezeichnet.

 

G

Geldspende

Eine Geldspende ist die herkömmlichste Form der Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen. Geldspenden sind eine finanzielle Unterszützung, die einer jemandem ohne eine Gegenleistung überlassen werden. Ohne diese Vorgänge könnten gemeinnützige Körperschaften ihre Arbeit nicht verrichten, denn diese haben keine Einnahmen. Spendencheck.com fungiert als Bindeglied zwischen Spendern und gemeinnützigen Organisationen. Hier könnt ihr daher eure Wunschprojekte finden und Geld spenden.

 

Gemeinnützige Aktiengesellschaft (gAG)

Eine Organisation, die die Abkürzung gAG in ihrem Namen enthält, ist eine Aktiengesellschaft, die ihre Erträge für den guten Zweck verwendet. Durch ihre Gemeinnützigkeit genießt eine solche Körperschaft steuerliche Vorteile, wie die partielle Befreiung von der Körperschafts- und der Gewerbesteuer. Der begriffliche Zusatz „gemeinnützige“ AG gibt einen Hinweis darauf, dass die Arbeit der Kapitalgesellschaft dem Gemeinwohl dient. Die Gemeinnützigkeit eines solchen Unternehmens muss vom Finanzamt anerkannt werden, bevor dieser Zusatz verwendet werden darf. Ausgenommen von den steuerlichen Vorteilen und der Satzung mit gemeinnützigem Zweck, muss eine gAG den Anforderungen einer herkömmlichen Aktiengesellschaft entsprechen. Dazu gehören beispielsweise das erforderliche Grundkapital i.H.v.  50.000 € in Deutschland und die Eintragung ins Handelsregister.

 

Gemeinnützige GmbH (gGmbH)

Der Begriff gGmbH ist eine Abkürzung für eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, deren Erträge das Gemeinwohl verwendet werden. Wie bei einer gAG müssen der sowohl der gemeinnützige Zweck in der Satzung formuliert und in den Tätigkeiten der Organisation auch eingehalten, als auch vom Finanzamt anerkannt werden. Anschließend genießt eine gGmbH steuerliche Vorteile, bei denen die Zahlung der Gewerbe- und Körperschaftssteuer wegfallen. Aufgrund der Unternehmensform der GmbH, unterliegt eine solche Gesellschaft dem GmbH-Gesetzt. Dieses beinhaltet unter anderem den Aspekt der beschränkten Haftung. Das bedeutet, dass Gesellschafter nur mit ihrer Einlage und nicht mit ihrem Privatvermögen haften. Ein zusätzliches Recht einer gGmbH ist die Berechtigung, Zuwendungsbestätigungen für Spenden auszustellen, damit Spender ebenfalls steuerliche Vorteile von ihrer Spende erhalten können.

 

Gemeinnützigkeit

Verhalten von natürlichen (privaten) und juristischen Personen (z.B. Firmen), das der Allgemeinheit dient. Bereiche, in denen üblicherweise gemeinnützig gehandelt wird sind humanitäre Hilfe und Katastrophenhilfe,  Forschung und Entwicklung bzw. Wissenschaft, Bildung, Gesundheit, Musik und Kultur, Umweltschutz, Tierschutz und Erziehung. Auf spendencheck.com findet ihr in unseren Kategorien noch mehr Felder, in denen ihr euch gemeinnützig engagieren könnt.

 

Gemeinwohl

Der Begriff „Gemeinwohl“ setzt sich aus den Worten „Allgemeinheit“ und „Wohlergehen“ zusammen. Daher meint der Ausdruck „für das Gemeinwohl“ dasselbe wie „für das Wohlergehen der Allgemeinheit“. Wer sich also für das Gemeinwohl engagiert, der tut etwas, von dem viele andere Lebewesen auch profitieren. Dieser Grundsatz gilt beispielsweise für ehrenamtliches Engagement.

 

GfK-Charity Scope

Die GfK (Growth from Knowledge) ist ein Marktforschungsinstitut, das weltweit tätig ist und mit seinem Verbraucherpanel „GfK-Charity Scope“ detaillierte Erfassungen aller Spendenvorgänge in Deutschland durchführt, um konkrete Aussagen über den deutschen Spendenmarkt treffen zu können. Jährlich werden die Ergebnisse der Befragung in der Bilanz des Helfens vom Deutschen Spendenrat veröffentlicht. Um genaue Daten erfassen zu können, dokumentieren Teilnehmer der Studie jeden Monat ihre geleisteten Spenden. Unter anderem halten sie Datum, Höhe und Empfänger der Spende, also die Spendenorganisation (z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Brot für die Welt usw.) fest. Am Ende des Jahres werden diese Daten mit dem GfK-Chrity Scope ausgewertet, hochgerechnet und dann vom Deutschen Spendenrat veröffentlicht.

 

Gießkannenprinzip

Unter einem Gießkannenprinzip versteht man die gleichmäßige Verteilung z.B. von Spendengeldern auf verschiedene Projekte oder sogar Organisationen, sodass jeder Empfänger und jeder Bereich in gleicher Weise bedacht wird. Wer nach dem Gießkannenprinzip spendet, teilt also sein persönliches Spendenbudget auf verschiedene gemeinnützige Verwendungszwecke auf. Wer über spendencheck.com spendet, kann den Spendenkorb nutzen, um für alle seine Wunschprojekte zu spenden.

 

Großspenden-Fundraising

Derzeit gibt es noch keine offizielle Definition des Begriffs „Großspenden-Fundraising“. Denn das Problem liegt darin, dass jede Organisation abhängig von ihrer eigenen Größe eine eingegangene Spende als groß oder klein betrachtet. Eine Organisation, die ein Spendenvolumen von 1 Mio. Euro im Jahr hat, würde eine Spende in Höhe von 200€ wahrscheinlich nicht als besonders groß bezeichnen. Eine gemeinnützige Körperschaft, die ein jährlichen Spendenvolumen von etwa 2.000€ generiert, würde das wahrscheinlich ganz anders sehen. Dennoch kann man für die Definition von Großspenden-Fundraising Folgendes festhalten: Wer Großspenden-Fundraising betreibt, der spricht gezielt einzelne Personen an, um diese als Spender zu gewinnen. Ziel dessen ist die Generierung von einer möglichst hohen Spende von dieser einen Person. Diese wird anschließend als „Großspender“ bezeichnet.

 

H

Hochschul-Fundraising

In den USA ist diese Form des Fundraising bereits weit verbreitet, während Deutschland langsam hinterherzieht. Hochschul-Fundraising meint das Sammeln von Spenden für den Bildungsbereich. Hier sammeln, anders als man vielleicht denkt, nicht die Hochschulen Spenden, sondern es werden Spenden für die Verwendung an Hochschulen gesammelt. Diese Gelder haben den Zweck, Forschung und Bildung weiter auf einem hohen Niveau zu halten und sogar noch zu verbessern.

 

 

I

Incentives

Der Begriff „Incentives“ stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Anreize“. Unternehmen nutzen Geld- oder Sachprämien als Kaufanreize für ihre Kunden. Wer hat beispielsweise noch nicht so etwas ähnliches in einer Zeitschrift gelesen: „Schließe jetzt das Abonnement ab und erhalte eine Uhr gratis dazu.“? Auch im Fundraising ist es üblich, „Incentives“ zu nutzen, um mehr Menschen zum Spenden zu motivieren. Viele gemeinnützige Organisationen legen ihren Briefen zum Beispiel Postkarten oder Kalender bei, um die Spendenbereitschaft der Empfänger zu erhöhen.

 

Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ)

Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft wurde von Transparency International Deutschland e.V. gegründet. Gemeinnützige Organisationen können der Initiative freiwillig und selbstverpflichtend beitreten. Die Unterzeichner verpflichten sich mit ihrer Unterschrift freiwillig dazu, für Transparenz relevante Informationen leicht zugänglich auf ihrer Website zu veröffentlichen und dürfen als Gegenleistung das Logo der ITZ auf ihrer Seite platzieren. Hier gibt es mehr Informationen zur Initiative Transparente Zivilgesellschaft.

 

K

Katastrophenhilfe

Nach einem Krieg, einer Epidemie oder einer Naturkatastrophe kommen gemeinnützige Organisationen mit Katastrophenhilfe zum Einsatz, um die Betroffenen bei der Bewältigung der Folgen eines solchen Vorkommnisses zu unterstützen. Katastrophenhilfe kann in Form von Soforthilfe, wie die Bereitstellung von Nahrungsmitteln oder Wasser, oder längerfristigen Hilfen, z.B. durch Entwicklungshilfe, geleistet werden.

 

Klimakompensation

Klimakompensation ist ein indirektes Instrument des Klimaschutzes. Gemeint ist damit, dass enstehende Emissionen, die nur durch teure und aufwändige Maßnahmen reduziert werden könnten einfach an anderer Stelle kompensiert werden. Stattdessen werden günstigere Maßnahmen eingeleitet, die ebenfalls den CO2-Ausstoß vermindern. Wenn also ein ganzes Kraftwerk viel CO2 produziert und dieser Ausstoß nur sehr schwer zu vermeiden ist, könnten die Betreiber stattdessen beispielsweise ein Klimaschutz-Projekt finanzieren, das die ausgestoßenen Emissionen wieder kompensiert. Dasselbe können auch private Haushalte machen. Wie wär’s zum Beispiel nach dem nächsten Urlaub mit der Kompensation der Emissionen, die durch den Flug entstanden sind? Das geht beispielsweise im Projekt von TheCompensators.

 

Körperschaft

Eine Körperschaft kann von einer Gruppe von Einzelpersonen gegründet werden, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Eine Körperschaft hat den Status einer juristischen Person inne und besteht auch dann weiter, wenn die ursprünglichen Gründer nicht mehr Teil der Vereinigung sind. Es wird zwischen privatrechtlichen und öffentlichrechtlichen Körperschaften unterschieden. Vereine und gemeinnützige GmbHs sind Beispiele für Körperschaften des privaten Rechts in Deutschland, während die Handelskammer ein Beispiel für eine Körperschaft öffentlichen Rechts ist.

 

L

Lohnspende

Eine Lohn- oder Arbeitslohnspende ist die Spende eines Arbeitnehmers, die aus dem Verzicht eines Teils seines Gehalts besteht. Arbeitnehmer können mit ihren Arbeitgebern absprechen, dass ein Teil des eigentlichen Gehalts nicht an den Arbeitnehmer überwiesen, sondern vom Arbeitgeber an gemeinnützige Organisationen überwiesen wird. Der Anteil des Gehalts, der gespendet wird, bleibt für den Arbeitnehmer steuerfrei, jedoch bekommt er dafür anschließend auch keine Spendenbescheinigung. Auch Spenden aus dem Weihnachts- und Urlaubsgeld, aus Überstunden oder Wertguthaben bleiben steuer- und sozialversicherungsfrei. Lohnspenden, oder auch „Payroll Giving“ ist in den USA weit verbreitet.

 

M

Mentoring

Mentoring ist ein Prozess, der den Wissenstransfer von einer erfahrenen Person zu einer noch unerfahrenen beschreibt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die Weitergabe von fachlichem oder erfahrungsbasiertem Wissen handelt. Mentoring kann eine Form von ehrenamtlichem Engagement sein, wenn die Begleitung unentgeltlich erfolgt. Ein Lehrer, der Schülern Nachhilfeunterricht gibt oder ein Streetworker, der seine Erfahrungen mit jungen, obdachlosen Menschen teilt, fungieren als Mentoren. Ihre „Schützlinge“ werden in dieser Art Beziehung als „Mentees“ bezeichnet.

 

Mission-based-Fundraising

Mission-based-Fundraising, zu Deutsch „missionsbasierende Spendenbeschaffung“, beschreibt die Grundlage der formulierten Mission einer gemeinnützigen Organisation als Fundraisinginstrument. Denn der Kern jeder gemeinnützigen Organisation ist ihre Mission. Sie ist die Beschreibung dessen, was die Non-Profit-Organisation durch ihre Projekte in der Gesellschaft erreichen will. Im Mission-based-Fundraising gründet sich die Beziehung zwischen den Förderern und der Organisation auf ein gemeinsam geteiltes Wertesystem sowie auf eine gemeinsame Zielvorstellung. Die Mission bildet so die emotionale Basis einer langfristigen Unterstützerbeziehung.

 

Multi-Channel-Fundraising

Im Grunde genommen beschreibt Multi-Channel-Fundraising das Verwenden von verschiedenen Kanälen, um so viele (potenzielle) Spender wie möglich zu erreichen und dementsprechend mehr Spendengelder zu generieren. Die Ansprache bleibt dabei allerdings immer gleich, sodass eine konsistente Botschaft über die verschiedenen Kanäle kommuniziert wird. Im Multi Channel Fundraising werden neben Post und Telefon verschiedene Onlinekanäle voll integriert. Der Ansatz besteht darin Interessenten, Förderern und Unterstützern die gewünschten Informationen über den jeweils besten Kommunikationskanal zum jeweils besten Zeitpunkt zu übermitteln.

 

Mäzen

Ein Mäzen ist vergleichbar mit einem Sponsoren. Denn Mäzen sind wohlhabende Privatpersonen, die eine andere Person, Institution oder kommunale Einrichtung mit Geldbeträgen unterstützen. Der Unterschied zu Sponsoren liegt darin, dass Mäzen finanzielle Unterstützungen vergeben, ohne dafür einen direkten Gegenwert zu erwarten. Bekannte Personen, die als Mäzen bezeichnet werden sind u.a. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Regisseur und Star-Wars Autor George Lucas und Microsoft-Gründer Bill Gates. Sie sind alle wohlhabend und spenden regelmäßig große Geldbeträge für wohltätige Zwecke. Hier erfahrt ihr, welche bekannten Persönlichkeiten sich noch ehrenamtlich engagieren.

 

N

Non-Profit-Organisation (NPO)

Non-Profit-Organisationen (NPOs) Körperschaften, die darauf ausgelegt sind, ihren Gewinn, der durch Spenden finanziert wird, für das Gemeinwohl einsetzt, anstatt diesen an die jeweiligen Shareholder auszuschütten. Der genaue Zweck, für den das Geld eingesetzt wird, variiert dabei je nach Mission. NPOs sind beispielsweise Vereine, Stiftungen oder Verbände, die keine kommerziellen Interessen verfolgen, sondern gemeinnützigen sozialen, kulturellen oder wissenschaftlichen Zielsetzungen ihrer Mitglieder dienen.

 

Non-Governmental-Organisation (NGO)

Eine Non-Governmental-Organisation (NGO) ist eine nichtstaatlicher Interessensverband, der nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, und von staatlichen Stellen weder organisiert wird, noch von diesen abhängig ist. Eine solche Organisation wird von Bürgern gegründet, die freiwillig dafür Arbeiten, ihre gemeinnützigen Interessen umzusetzen. NGOs engagieren sich v.a. in den Politikfeldern Entwicklungspolitik, Menschenrechte, Humanitäre Hilfe sowie Ökologie.

 

Nothilfe

Der Begriff „Nothilfe“ lässt sich am besten juristisch erklären. Denn dort wird Nothilfe so definiert, dass ein Angegriffener Hilfe benötigt, sich allerdings nicht selbst verteidigt – denn das wäre ja Notwehr. Bei einer Nothilfesituation greift ein Dritter ein und handelt im Interesse des Hilfsbedürftigen.  Im Spendenbereich meint das Thema „Nothilfe“ also, dass eine Hilfsorganisation in einem Gebiet unterstützend eingreift, das sich selbst nicht helfen kann. Das ist vor allem nach Kriegen, Epidemien oder Naturkatastrophen der Fall.

 

O

Online Fundraising

Beim Online Fundraising wird das Internet als Kommunikationsmedium für Spendenaufrufe genutzt. Auf Webseiten werben die verschiedenen Organisationen für ihren Einsatz und ihre Projekte, um ein breites Publikum über ihre Arbeit zu informieren und auf diesem Wege Spenden zu generieren. Ein meist übergeordnetes Ziel von Online Fundraising ist auch das Erreichen von jüngeren Zielgruppen, die über herkömmliche Spendenwerbung nicht erreicht werden konnten. Ein weiterer Vorteil dieser Art der Spendenakquise ist zusätzlich die Möglichkeit, Spenden direkt zu tätigen. Durch verschiedene Zahlungsmethoden, wie PayPal, Kreditkarte oder Lastschriftverfahren können Spenden direkt ausgelöst werden. Hier könnt ihr mehr zum Thema Online Fundraising erfahren.

 

P

Patenschaft

Als Patenschaft wird die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht bezeichnet. Diese Fürsorgepflicht kann finanzielle oder persönliche Ausprägungen haben. Mittlerweile gibt es ein weites Spektrum an verschiedensten Patenschaften, die übernommen werden können. Mehr über Arten von Patenschaften, erfahrt ihr hier. Viele Kinderhilfswerke die Möglichkeit an, Patenschaften für Kinder aus armen Regionen zu übernehmen. Die Patenschaftsbeiträge finanzieren dabei Projekte, mit denen die Lebensumstände der Kinder verbessert werden sollen.

 

PHINEO

PHINEO ist ein unabhängiges Analyse- und Beratungshaus, das ähnlich wie das DZI Wissen über gemeinnützige Projekte und Organisationen sammelt und bündelt. Wie auch das DZI, hat PHINEO ein Siegel entwickelt: Das PHINEO-Wirkt-Siegel. Dieses Siegel unterstützt soziale Investoren dabei, ihr gesellschaftliches Engagement wirkungsvoll zu gestalten. Dafür untersucht PHINEO sukzessive gemeinnützige Organisationen im Rahmen einer mehrstufigen Risikoprüfung auf deren Stärken und Schwächen. Die Ergebnisse werden in Themenreports veröffentlicht. Das Verfahren steht gemeinnützigen Organisationen jeder Art und Größe offen. Die Analyse ist kostenlos und wird über die Geldgeber finanziert. Organisationen, die das Verfahren erfolgreich abschließen, erhalten anschließend das PHINEO-Wirkt-Siegel.

 

Philanthropie

Der Begriff stammt aus der Antike und wird vom griechischen Wort „philos“ abgeleitet, welches „Freund“ bedeutet. Philanthropie ist die Beschreibung eines menschenfreundlichen Denkens und Verhaltens. In manchen Definitionen wird der Begriff mit dem Term „allgemeine Menschenliebe“ umschrieben. Menschen, die andere, bedürftige Menschen oder gemeinnützige Organisationen finanziell oder persönlich fördern, handeln folglich philanthropisch. Eine Voraussetzung, die die Verwendung dieses Begriffs voraussetzt ist jedoch, dass der Philanthrop die Menschen, die er unterstützt nicht zu seinem Freundeskreis oder zu seiner Verwandschaft zählt.

 

R

Relationship Fundraising

Das Anliegen des Relationship Fundraising ist eine Erweiterung des Fundraising. Es bezeichnet den Aufbau und die Pflege von dauerhaften und möglichst persönlichen Beziehungen zu den Spendern mit dem Ziel, diese zu binden, und zufriedenzustellen. Praxisbeispiele für Relationship Fundraising sind das Versenden von Dankeskarten an die Spender nach einer getätigten Transaktion, das Einladen zu Veranstaltungen oder regelmäßige Schreiben mit Informationen über die Entwicklung von Projekten, die der jeweilige Spender unterstützt hat.

 

RFM-Analyse

Die Buchstaben RFM stehen für „Recency“, „Frequency“ und „Monetay“, zu Deutsch „Aktualität“, „Häufigkeit“ und „Geldwert“. Diese Analyse wird oftmals im Direktmarketing eingesetzt und wird teilweise auch auf den Spendenmarkt übertragen, um individuelle „Spenderwerte“ zu berechnen. Für die Analyse der Aktualität eines Spenders wird die Zeitdauer, die seit seiner letzten Spende vergangen ist gemessen. Anschließend wird die Spendenhäufigkeit der Person seit der ersten Spende bewertet. Zu guter Letzt wird der (durchschnittliche) Umsatz, der bisher über den Spender generiert werden konnte berechnet. Das Ergebnis all dieser Analysen zeigt, wie aktuell und wie wertvoll die Spender sind.

 

S

Sachspende

Eine Sachspende ist eine materielle Form einer Spende, die folglich nicht in Form von Geld erfolgt. Gemeinnützige Organisationen rufen oft zur Sammlung von Sachspenden auf, die akut gebraucht werden. Beispielsweise werden um die Weihnachtszeit oft Spielzeuge gesammelt und an Organisationen gespendet, die diese anschließend kostenlos an bedürftige Kinder verteilen. Auch Möbel für Einrichtungen gemeinnütziger Organisationen selbst werden oft gesucht. Mehr zum Thema Sachspenden könnt ihr in diesem Artikel erfahren.

 

Selbstverpflichtung

Eine Selbstverpflichtung ist eine freiwillige Erklärung von Personen, Unternehmen, Organisationen oder sogar von Staaten, die komplett einseitig erfolgt. Wer eine Selbstverpflichtung eingeht, der verpflichtet sich also, in seinem Handeln bestimmte Regeln zu befolgen. Ein traditionelles Beispiel für eine Selbstverpflichtung ist der Verhaltenskodex. Manche Initiativen, wie die „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ basieren auf der Selbstverpflichtung ihrer Unterzeichner. Diese ist nicht rechtlich bindend, basiert aber auf Vertrauen.

 

Schenkung

Das Wort „Schenkung“ ist ein juristischer Begriff, der einen Vorgang beschreibt, in dem eine Person der anderen freiwillig etwas von seinem Vermögen überlässt. Dabei ist egal, ob es sich um Sach- oder Geldvermögen handelt. Machst du jemandem ein Geschenk zum Geburtstag, gilt das im juristischen Sinne also gleichermaßen bereits als Schenkung. Spenden sind dementsprechend ebenfalls als Schenkung einzuordnen.

 

Schirmherrschaft

Als Synonyme für eine Schirmherrschaft können auch die Begriffe „Patron“ oder „Protektor“ genutzt werden. Eine Schirmherrschaft ist eine besondere Form der Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen, die nur von bekannten Persönlichkeiten oder Organisationen übernommen werden kann. Prominente Personen / Organisationen können eine Schirmherrschaft für gemeinnützige Organisationen übernehmen, damit das wohltätige Vorhaben der Körperschaft mehr Aufmerksamkeit bekommt. Dieser Image-Gewinn ist dann beidseitig. Eine Schirmherrschaft basiert nicht auf finanzieller Unterstützung sondern tatsächlich nur auf persönlicher Unterstützung auf Image-Ebene. Ein konkretes Beispiel für einen Schirmherr ist Mats Hummels, der für einige UNICEF-Projekte die Schirmherrschaft übernommen hat. Hier gibt es mehr Infos zur Schirmherrschaft von Mats Hummels.

 

Social-Impact-Theorie

Der englische Term „Social Impact“ heißt übersetzt „sozialer Einfluss“ und trifft den Sinn dieser Theorie ziemlich gut. Denn die Social-Impact-Theorie beschäftigt sich mit der Frage, wann ein Mensch in seinen Entscheidungen am ehesten von einer Gruppe geleitet wird, bzw. der Gruppendynamik unterliegt. Entscheidend sind dabei drei Faktoren:

  • Stärke der Gruppe (wie wichtig ist sie für den Menschen?)
  • Unmittelbarkeit (wie viel Zeit verbringt der Mensch in der Gruppe und ist der Kontakt räumlich direkt?)
  • Anzahl der Gruppenmitglieder

Entwickelt wurde diese Idee von dem US-amerikanischen Sozialpsychologen Bibb Latané. Jetzt fragt man sich vielleicht, warum dieser Begriff im Spendenglossar zu finden ist, denn der Bezug mag nicht direkt auf der Hand liegen, weshalb wir hier ein Beispiel haben:
Wenn ein junger Mensch sich oft mit seinem Freundeskreis trifft, der ihm sehr wichtig ist und dessen etwa 7 Mitglieder allesamt überzeugte Dauerspender sind, ist es laut der Social-Impact-Theorie wahrscheinlich, dass dieser junge Mensch ebenfalls zum Dauerspender wird, da er sich der Gruppendynamik anpasst.

 

Social Entrepreneurship

Der englische Begriff „Social Entrepreneurship“ lautet auf Deutsch übersetzt „soziales Unternehmertum“, oder „Sozialunternehmertum“ und meint ein unternehmerisches Handeln, das langfristig darauf ausgelegt ist, einen positiven Wandel in der Gesellschaft zu bewirken. Der finanzielle, profitgetriebene Gedanke spielt dabei eher keine Rolle. Social Entrepreneurs sind oftmals Leiter oder zumindest Mitglieder von gemeinnützigen Organisationen oder unterstützen diese zumindest. Gängige Tätigkeitsfelder, die sich für Social Entrepreneurship anbieten sind beispielsweise Umweltschutz, Bildung, oder Armutsbekämpfung.

 

Sozialmarketing

Sozialmarketing, oder auch „Non-Profit-Marketing“ ist ein Begriff, der speziell die strategischen Marketingmaßnahmen von gemeinnützigen Organisationen beschreibt, um Spender zu akquirieren. Das bedeutet in erster Linie, dass alle sowohl internen, als auch externen Aktivitäten der Körperschaft darauf ausgerichtet sind, die Bedürfnisse aller Interessensgruppen zu erfüllen. NPOs versuchen, möglichst viele Spender für den guten Zweck zu akquirieren, anschließend die Spendengelder möglichst wirkungsvoll und für soziale Ziele einzusetzen und so nachhaltig eine bessere Situation für die Allgemeinheit schaffen. Dieser gesamte Vorgang basiert auf Marketingmaßnahmen, die Spendengelder generieren. Solche sozialen Ziele können z.B. eine Verhaltensänderung im gesundheitlichen Bereich, auf eine Erhöhung der Spendenbereitschaft in der Bevölkerung zielen (Fundraising), die Förderung staatlicher oder halbstaatlicher Bildungs- oder Gesundheitsangebote sein.

 

Spende

Eine Spende ist eine Zuwendung, die in finanzieller Form (Geldspende) oder in persönlicher Form (z.B. ehrenamtliche Tätigkeit) geleistet werden kann. Eine Spende ist immer freiwillig und wird nicht mit der Erwartung einer direkten Gegenleistung getätigt, wie es zum Beispiel bei dem Kauf eines Produkts der Fall ist.  Gemeinnützige Organisationen (z.B. Vereine oder Stiftungen), die vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt wurden sind berechtigt, Spenden entgegenzunehmen. Bei Geldspenden können diese im Gegenzug eine Spendenbescheinigung für den Spender ausstellen, der durch den gespendeten Betrag anschließend steuerliche Vorteile erhält.

 

Spendenaufruf

Gemeinnützige Organisationen rufen meist bei akuten Katastrophen zur Beteiligung an Spendenaktionen auf, um so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu erreichen und somit besser helfen zu können. Diese Aufrufe erfolgen meist über eine Vielzahl an Medienkanälen. Ob auf Websites, im Fernsehen oder im Radio – je schneller und je mehr Publikum, desto besser. Wir haben ebenfalls akute Spendenaufrufe von gemeinnützigen Organisationen bei uns gelistet, die Unterstützung benötigen, um bei (Natur)Katastrophen helfen zu können.

 

Spendenbarometer

Das Wort Spendenbarometer beinhaltet als zweiten Bestandteil das Wort „Barometer“, was „Maßstab“ bedeutet. Dementsprechend ist ein Spendenbarometer eine Möglichkeit, den Fortschritt des Erfolges für einzelne Projekte abzubilden. Viele Online Fundraising Portale nutzen diese Art der Darstellung unter ihren Projekten, um zu zeigen, wie viel Geld bereits in Form von Spenden eingegangen ist und wie viel noch fehlt, um das persönliche Ziel zu erreichen. Ein Spendenbarometer zeigt somit jederzeit den Stand der eingegangenen Spenden an.

 

Spendenquittung

Wer an steuerbegünstigte, gemeinnützige Organisationen spendet, kann im Gegenzug eine Spendenquittung, auch Spendenbescheinigung genannt, erhalten. Das ist eine Zuwendungsbestätigung für die eingegangene Spende, die steuerrechtlich für den Spender relevant ist.  Wer bei der Einkommenssteuererklärung eine Spendenquittung vorweisen kann, der kann bis zu 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgaben deklarieren. Hier erklären wir genau, wie man Spenden von der Steuer absetzen kann.

 

Spendensiegel

Spendensiegel sind Gütesiegel für gemeinnützige Organisationen oder konkrete Projekte. Es gibt verschiedene Spendensiegel, die von verschiedenen Institutionen vergeben werden.  Bekannte Institutionen und deren Spendensiegel in Deutschland sind beispielsweise das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) mit dem DZI-Spendensiegel oder PHINEO mit dem PHINEO-Wirkt-Siegel. Solche Siegel sollen Spendern eine Orientierung geben und seriöse Spendenorganisationen und -projekte kennzeichnen. Zusätzlich wird aufgrund der aufwendigen Prüfungsverfahren für solche Siegel die Transparenz auf dem Spendenmarkt gefördert.

 

Spenderwert

Der Begriff des Spenderwerts ist hauptsächlich unter dem englischen Term „Customer Lifetime Value (CLV)“ bekannt.  Der CLV ist ein Indikator, der aus der Betriebswirtschaft kommt. Dabei wird der monetäre Wert gemessen, den ein Kunde bereits für das Unternehmen erzielt hat, bzw. noch erzielen wird. Bezogen auf den Spenderwert bedeutet das beispielsweise, dass ein Dauerspender für die Organisation von höherem Wert ist, als ein einmaliger Spender. Das gilt natürlich nur, wenn man Spender in dieses Modell einordnen möchte. Der Begriff ist derzeit noch etwas schwammig definiert. Denn im Spendenbereich können auch nicht-monetäre Leistungen wie z.B. freiwillig geleistete Stunden oder Beratung zum Spenderwert hinzuzählen. Diese nicht finanziellen Leistungen werden auch als „Softcredits“ bezeichnet.

 

Sponsoring

Einzelpersonen, Organisationen und kommerziell orientierte Unternehmen unterstützen oft Veranstaltungen, die eine hohe Medienpräsenz haben in Form von Finanzierung, Materialbeschaffung oder Dienstleistungen. Ziel dessen ist das Profitieren dieser großen Medienpräsenz für die Erreichung eigener Marketingziele. Sponsoring unterscheidet sich damit grundlegend von Mäzenatentum, Spenden und von Schirmherrschaften. Denn beim Sponsoring wird eine direkte Gegenleistung für die Unterstützung erwartet, was bei den anderen Formen der Unternehmensförderung nicht der Fall ist.

Beispiel:
Ein Autohersteller tritt als Sponsor eines Fußballturniers auf, das auch im Fernsehen übertragen wird, indem er die Trikots der Spieler stellt. Im Gegenzug wird das Logo des Autoherstellers sowohl auf großen Bannern an der Spielfeldseite, als auch auf den gesponsorten Trikots gezeigt. So kann das Markenbewusstsein unterstützt werden.

 

Sozialrendite

Der Begriff „Sozialrendite“ wird auch oft unter dem englischen Term „Social Return on Investment“, kurz ROI, verwendet. Bei einer Sozialrendite handelt es sich um eine Kennzahl auf der Wirtschaft, die auf den sozialen Aspekt angewendet wird. Somit wird mithilfe einer Sozialrendite der gesellschaftliche Mehrwert gemessen, der durch gemeinwohlorientierte Tätigkeiten oder Projekte entsteht. Mit der Methode des Social Return on Investment wird versucht, ein Modell aus der Wirtschaft, das sich nur auf den finanziellen Aspekt des Investments bezieht, um eine soziale Komponente zu erweitern. Auf diese Weise kann der Mehrwert von sozialen Aktionen für die Gesellschaft mit Hilfe einer Kennzahl bestimmt werden.

 

Stiftung

Eine Stiftung ist eine Einrichtung oder Organisation, die auf der Basis des Vermögens eines Geldgebers (Stifters) existiert. Eine Stiftung handelt, um einen traditionell vom Stifter festgelegten Zweck zu erfüllen. 95% aller bestehenden Stiftungen verfolgen dabei gemeinnützige Ziele. Als Gesellschaftsform können Stiftungen sowohl privat- oder öffentlich-rechtlich sein, aber auch kirchlich rechtliche Formen sind möglich. Beispiele für Stiftungen als Gesellschaftsform sind eine Stiftung bürgerlichen Rechts, eine Stiftungs-GmbH oder ein Stiftungsverein. Somit ist die Bezeichnung „Stiftung“ ein Oberbegriff für eine komplexe Vielfalt von Körperschaften. Man unterscheidet Förderstiftungen, die Tätigkeiten Dritter finanziell fördern, und operative Stiftungen, die zur Erfüllung des Stiftungszwecks selbst Projekte durchführen.

 

T

Transparenz

Wenn man im Spendenbereich von Transparenz spricht, meint das den Grad der Offenlegung aller für die breite Öffentlichkeit interessanten Informationen bezüglich der Herkunft und Verwendung der Spendengelder. Oft ist es interessant zu wissen, wie hoch die Verwaltungskosten von gemeinnützigen Organisationen sind und wie viele Spenden in welche Projekte fließen. Je mehr Informationen eine Hilfsorganisaton über ihre Arbeit offenlegt, desto transparenter ist sie. Spendensiegel prüfen unter anderem den Grad der Transparenz von Organisationen und stellen relativ hohe Ansprüche daran. Mehr zu der Prüfung von Transparenz erfahrt ihr hier.

 

U

Unternehmensspende

Die Unternehmensspende (Corporate Giving) ist der Oberbegriff für ethisch motiviertes selbstloses Überlassen, Spenden oder Zustiften von Geld oder Sachmitteln, sowie für das kostenlose Überlassen oder Spenden von Unternehmensleistungen, -produkten und -logistik z.B. an eine Hilfsorganisation. Hierbei verfolgt das Unternehmen meistens auch das Ziel der Imageverbesserung.

 

V

Verein

Vereine sind Zusammenschlüsse von Menschen, die dasselbe Interesse verfolgen und hauptsächlich durch die Beiträge der Mitglieder finanziert werden. Um dem Interesse nachzugehen, dass die Mitglieder eines Vereins verfolgen, treffen sich diese regelmäßig und gehen dem Thema nach. Ein Verein besteht auch weiter, wenn eines Mitglieder seine Mitgliedschaft beendet. Die üblichste Form eines Vereins  ist die des eingetragenen Veriens (e.V.). wie diese Bezeichnung bereits vermuten lässt, sind e.V. in dem Vereinsregister des jeweils zuständigen Amtsgerichts eingetragen. Verbreitete Vereinsarten sind u.a. Sportvereine, Hobbyvereine, Tierschutzvereine oder Naturschutzvereine.

 

Volunteering

Volunteering ist ein englischer Begriff für freiwilliges Engagement. So wird das Freiwilligenprogramm und freiwillige ehrenamtliche Engagement einer Person, die sich in diversen Projekten gemeinnütziger Art betätigt bezeichnet. Dieser Einsatz wird meist unentgeltlich oder gegen geringes Entgelt in einem Betrieb oder einer Organisation ausgeführt. Weiterführend gibt es noch den Begriff des Corporate Volunteering. Dieser bezeichnet die Bereitstellung der Arbeitskraft, der Zeit und des Fachwissens durch das Personal eines Unternehmens für gemeinnützige Einrichtungen.

 

W

Wohlfahrtsbriefmarken

Wohlfahrtsmarken erscheinen seit dem Jahre 1949 in Deutschland und erheben neben dem reinen Portobetrag einen „Zuschlag“, der an wohltätige Zwecke weitergegeben wird. Die Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken unterstützen soziale Projekte und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege. Deren Verbände betreuen mehr als 3,6 Millionen Menschen in bundesweit fast 100.000 Einrichtungen. Das Spektrum ihrer Arbeit reicht dabei von Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe sowie Gesundheits- und Familienhilfe über soziale Maßnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranke bis hin zur internationalen Katastrophenhilfe.

 

Z

Zeitspende

Eine Zeitspende unterscheidet sich von der herkömmlichen Art finanzieller Spenden. Zwar erhält man auch beim Zeitspenden keine direkte Gegenleistung für die Spende, allerdings investiert man dabei auch nicht sein Geld, sondern seine Zeit. Zeitspenden können zwar einen Arbeitscharakter annehmen, werden aber nicht oder höchstens gering entlohnt. Denn Zeitspenden sind eine Form von ehrenamtlichen Tätigkeiten. Zeitspenden kann man z.B. als Aushilfe in einer Kleiderkammer, in der Kinderbetreuung oder in der Seniorenhilfe – all diese Tätigkeiten können auf Projekte begrenzt oder unbefristet sein. In unserem Artikel zu ehrenamtlichen Tätigkeiten könnt ihr euch zu diesem Thema inspirieren lassen.

 

Zivilgesellschaft

Eine Zivilgesellschaft ist ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern, die sich unter Beachtung demokratischer Gesetze zu einem gemeinsamen Zweck vereinen. Private Initiativen, Demonstrationen und Vereine sind nur einige Beispiele für Zivilgesellschaften. Solche Zusammenschlüsse von Menschen mit gleichen Interessen versuchen, mit ihre Werte mit Zivilcourage zu vertreten. Dementsprechend scheint die Namensgebung der Zivilgesellschaft nicht mehr abwegig.

 

Zustiftung

Eine Zustiftung ist eine freiwillige Zuwendung in Form von Geld oder Sachleistungen, die an eine Stiftung getätigt wird. Zustiftungen unterscheiden sich von Spenden. Denn Zustiftungen gehen in das Grundstockvermögen der Stiftung über und müssen dementsprechend nicht direkt für den eigentlichen Stiftungszweck verwendet werden. Wenn eine Stiftung beispielsweise eine Immobilie in Form einer Zustiftung erhält, kann sie diese als Büro oder weiteren Sitz für ihre Mitarbeiter verwenden.

 

Zuwendungsbestätigung

Spendenbescheinigungen werden in der Amtssprache als Zuwendungsbestätigungen bezeichnet. Dementsprechend ist der Begriff der Zuwendungsbestätigung nur ein Synonym für Spendenquittungen / Spendenbescheinigungen. Gemeinnützige Körperschaften, die einen Freistellungsbescheid besitzen, dürfen diese an Spender ausstellen. Diese können anschließend den Bescheid an ihre Steuererklärung anheften und bekommen dadurch steuerliche Vorteile durch diese Zuwendungsbestätigung.

 

Zweckspende

Spender haben oft die Möglichkeit, zweckgebundene Spenden zu leisten. Wenn eine Organisation beispielsweise zu Spenden für Nothilfe nach einer Naturkatastrophe aufruft und im selben Zug einen Verwendungszweck für Überweisungen angibt, dann ist die Organisation gezwungen, die für diesen Zweck eingegangenen Spenden auch wirklich nur für diese Nothilfe zu verwenden. Sollte eine Organisation Spenden trotz vorliegender Zweckbindung nicht für die vom Spender gewünschte Hilfe verwenden, kann dieser seine Spende wieder zurückziehen. Manche Organisationen nehmen keine zweckgebundenen Spenden an, sondern setzen die Spenden immer dort ein, wo sie am dringendsten gebraucht werden.